SPD-Senioren für sozialen Neustart

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Wetteraukreis (pm). Die Langzeitarbeitslosigkeit steige, prekär Beschäftigte würden weiter an den Rand gedrängt oder arbeitslos und Geringqualifizierte seien noch häufiger von Entlassungen betroffen. »Wie soll es nach der Pandemie mit dem Arbeitsmarkt weitergehen? Das ist eine Frage, die vor allem wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten beantworten müssen«, sagt Karlheinz Hümmer, Vorsitzender der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus in der Wetterau.

Die Pandemie habe Entwicklungen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft beschleunigt, die schon vor der Corona-Krise angelegt gewesen seien. Es gebe neue Arbeitsbeziehungen, einen neuen Blick auf die Bedeutung des Staates für Innovation, Wachstum und Vollbeschäftigung. Die fortschreitende Digitalisierung von Handel und Produktionsprozessen verlange eine neue Wirtschafts-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik. Hümmer: »Der auch ökonomisch notwendige Wandel zu einer klimaneutralen Industrie hat nichts an seiner Dringlichkeit verloren.«

Die Pandemie habe die Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt verstärkt. Unterbezahlung und mangelnde soziale Sicherheit von Beschäftigten seien offenkundig geworden. »Die sozialen Standards müssen verbessert werden«, fordert Hümmer. Dafür brauche die Bundesrepublik einen sozialen Neustart. Nötig sei etwa ein flächendeckender Mindestlohn von mindestens 12 Euro pro Stunde. Erziehungs- und Pflegeberufe müssten materiell deutlich aufgewertet werden: »Die Grundsicherung muss grundlegend überarbeitet und zu einem Bürgergeld entwickelt werden.«

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