SPD-Politiker wollen mehr Schutz für Wälder

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Wetteraukreis(pm). Bei einem Treffen haben sich die hauptamtlichen SPD-Politiker aus dem Wetteraukreis besorgt über die Hitze-bedingten Schäden in den Wetterauer Wäldern geäußert. Die aktuellen Hitzeschäden seien "eine Katastrophe für unsere wichtigen Waldstrukturen", so die SPD-Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl.

Glauburgs Bürgermeister Carsten Krätschmer berichtete im Limeshainer Rathaus von einer kürzlich durchgeführten Waldbegehung und wies auch auf die Herausforderungen im Bereich der Holzvermarktung für Kommunen hin: "Wir brauchen hier Unterstützung der Landesregierung und auch des Bundeswirtschaftsministers. Es kann nicht sein, dass die Kommunen beim Thema Holzvermarktung kartellrechtliche Probleme bekommen, wenn wir uns gleichzeitig um viel wichtigere Probleme kümmern müssten." Die politischen Akteure - SPD-Rathauschefs, Stadträtinnen, SPD-nahe Bürgermeister sowie weitere hauptamtliche Beigeordnete - wollen den Schutz der Wetterauer Wälder verstärkt in den Fokus nehmen und eine gemeinsame Strategie zum Umgang mit dieser Herausforderung erarbeiten, heißt es in einer Pressemitteilung der Sozialdemokraten.

Kritik an Landesprogramm

Die Genossen haben beim Treffen auch das Programm "Starke Heimat Hessen" der schwarz-grünen Landesregierung kritisiert. Es sei ein erneuter Eingriff in die kommunale Selbstverwaltung und sorge nicht für zusätzliche Investitionen, sondern für zusätzliche Bürokratie. Das Land müsse seiner Aufgabe gerecht werden und den Kommunen genügend Geld für die notwendigen kommunalen Aufgaben zur Verfügung stellen, so die Forderung. "Wenn Mitarbeiter nur noch mit dem Ausfüllen von Anträgen, Verwendungsnachweisen und Statistiken beschäftigt sind, leidet natürlich der Service am Bürger." Neben der Bürokratie der vielen Förderprogramme sei auch die enge Zweckbindung ein Hemmschuh, so Gnadl.

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