Die Erntesaison für Zuckerrüben hat begonnen. Autofahrer müssen sich jetzt auf den Landstraßen wieder auf langsam fahrende landwirtschaftliche Fahrzeuge einstellen. SYMBOLFOTO: DPA
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Die Erntesaison für Zuckerrüben hat begonnen. Autofahrer müssen sich jetzt auf den Landstraßen wieder auf langsam fahrende landwirtschaftliche Fahrzeuge einstellen. SYMBOLFOTO: DPA

Spätsommer gibt letzten Süßeschub

  • vonred Redaktion
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Wetteraukreis(pm). Auf den Beginn der neuen Zuckerrübenkampagne für das Anbaujahr 2020 mit Rodung und Abfuhr der Feldfrüchte weißt der Verband Wetterauer Zuckerrübenanbauer hin. Etwas später als in den Vorjahren startet man in diesem Jahr mit den Biorüben. Anschließend folgt die Abfuhr der konventionellen Rüben.

Ende des Monats soll die Verladung der Rüben für den Transport in die Zuckerfabrik Offstein beginnen. Anders als in den vergangenen Jahren werden in der Kampagne 2020 nahezu alle Rüben der Wetterau im rheinland-pfälzischen Werk Offstein verarbeitet.

Kein einheitliches Bestandsbild

Besonders die frühsommerlichen Temperaturen und die Trockenheit zur Aussaat prägten das Anbaujahr, meldet der Verband. Auf einen milden und regenreichen Februar folgten im März verkrustete Böden und ein trockener Oberboden, sodass die kleinen Rübenpillen häufig nur sehr lückig aufliefen (Phase der Pflanzenentwicklung, bei der aus den Samen die Keimlinge entstehen und an der Bodenoberfläche sichtbar werden). Dieses heterogene Bestandsbild habe sich bis in den Sommer hinein gezogen, jedoch hätten sich die Bestände mit Blick auf den Kampagnestart gut entwickelt. Zur Ernte sei ein Ertrag leicht unterhalb des vergangenen Jahres zu erwarten und damit auf Höhe des fünfjährigen Durchschnitts des Verbandsgebietes. Es sei auch mit einem durchschnittlichen Zuckergehalt zu rechnen.

Der Spätsommer mit viel Sonnenschein in den vergangenen Tagen begünstigte kurz vor der Ernte noch einmal die Zuckerproduktion in den Rüben. Die Niederschläge im August haben an einigen Standorten Zuwachs im Wurzelgewicht begünstigt. Dennoch habe in den vergangenen Wochen das Wasser zum Ausgleich der fehlenden Bodenreserven nicht ausgereicht.

Angesichts der anstehenden Zuckerrübenernte bittet der Verband mit seinen rund 400 Mitgliedern, alle Verkehrsteilnehmer um eine besonders vorsichtige Fahrweise in der Abfuhrzeit von September bis Anfang Januar. Verkehrsbehinderungen durch langsam fahrende Erntefahrzeuge und beim Abbiegen der Transporter von den Feldwegen auf die Straßen seien nicht immer auszuschließen. Die Rübenanbauer versuchten während der laufenden Kampagne Behinderungen zu vermeiden.

Zusätzlich seien die Transportfahrzeuge mit reflektierenden Konturmarkierungen ausgerüstet, um in der jetzt anstehenden dunklen Jahreszeit im Verkehr besser erkennbar zu sein.

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