Solidarität und soziales Miteinander

  • VonRedaktion
    schließen

Friedberg (pm). Ein Akt der Solidarität in Zeiten der Pandemie: Das Friedberger Burggymnasiums beteiligte sich in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Gießen und Marburg sowie dem Rewe-Center Bad Nauheim an einer Blutspendeaktion, um schwer kranken Menschen und verunfallten Personen in ihrer Notlage auf diesem Wege helfen zu können. Ziel war es aber auch, in Zeiten der Bedrohung durch Corona das Gemeinschaftsgefühl in der Schulgemeinde zu stärken.

»Unweigerlich prägt das Virus Covid-19 seit Monaten das Leben in seiner ganzen individuellen und gesamtgesellschaftlichen Vielschichtigkeit auf dramatische Art und Weise. Spuren hinterlässt ebenjener virale Erreger auch im schulischen Lebensbereich, so beispielsweise in der Schulgemeinschaft des Burggymnasiums«, heißt es dazu in einer Pressemitteilung.

Die vergangenen Monate, geprägt von teils aufwendig gestalteter heimischer Beschulung sowie Formen des Präsenzunterrichts unter erschwerten Hygienebedingungen, führten noch immer sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch ihre Eltern und die Lehrkräfte an Belastungsgrenzen. »Unabhängig von den Bestrebungen, eine zielgebende Struktur in den Zeiten der Krise zu etablieren, belastet noch immer vor allem der Verlust des sozialen Zusammenlebens die Schulgemeinschaft, da ein soziales Miteinander gegenwärtig nur eingeschränkt möglich ist.« Wie schon im Vorjahr galt es daher auch in der gegenwärtigen Phase der Pandemie umso mehr, sowohl das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Schulgemeinschaft zu stärken als auch produktiv und sinngebend mit den derzeitigen Bedingungen umgehen zu wollen. In Rückgriff auf das Leitbild des Burggymnasiums Friedberg, in dem auch als übergeordnetes Leitziel gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein formuliert worden ist, wurde bereits zum zweiten Mal das Ziel realisiert, das ebenfalls belastete Gesundheitssystem mit dringend erforderlichen Blutspenden unterstützen zu wollen. Im Rahmen einer bereits etablierten Kooperation zwischen dem Schulsanitätsdienst (SSD) des Burggymnasiums und dem Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) erklärten sich am Donnerstag, vergangener (unter konsequenter Einhaltung eines strengen Hygienekonzeptes) insgesamt rund 50 engagierte Schülerinnen und Schüler, Eltern und Verwandte sowie Lehrkräfte bereit, ihr Blut zu spenden. Gerade in Anbetracht der derzeitigen pandemischen Umstände war nicht nur der Blutspendedienst des UKGM von der ausgeprägten Spendenbereitschaft sehr angetan. Auch Schulleiter Ingo Baumgarten zeigte sich beeindruckt von der großen Anteilnahme der Schulgemeinschaft an diesem Projekt, die als »Ausdruck gelebter Solidarität und des kollektiven Miteinanders« gewertet werden könne.

Große Anerkennung

Die stellvertretende. Schulleiterin Manuela Giar, die der Veranstaltung das erste Mal beiwohnte, lobte vor allem das kompetente Auftreten der Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter, die mit ihrem Engagement in der sozialen Betreuung und der Lebensmittelausgabe den Blutspendedienst unterstützten.

Besondere Anerkennung erfuhren die Spendenden im Nachgang nicht nur durch eine Osterüberraschung und die Aufwandsentschädigung seitens des professionellen Blutspendeteams, sondern auch durch frische, qualitativ hochwertige Lebensmittel aus dem Lebensmittelmarkt. Auch im kommenden Schuljahr will man in diesem Verbund die Blutspendeaktion anbieten.

hed_Bild2_090421_4c

Rubriklistenbild: © pv

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare