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Sitz-Boogie im Rathauspark

  • vonHarald Schuchardt
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Friedberg(har). Ganz ohne Friedberger Elvis-Veranstaltung kann es auch in Corona-Zeiten nicht gehen, dachte sich Veranstalter Harry Thyssen, der mit Unterstützung der Stadt und zahlreichen Sponsoren, die Veranstaltungsreihe "Sommer im Rathauspark" ins Leben gerufen hat.

So gab es am Samstagabend ein kurzfristig ins Programm aufgenommene "Gedenken an Elvis" mit den Old Beer Devilz aus Bergen-Enkheim und Elvis-Interpret Kai von Kajdacsy. Band und Sänger sind seit vielen Jahren Mitglieder im Oldies-Club Wetterau (OCW), der die Veranstaltung als Kooperationspartner unterstützte.

Trotz der kurzen Vorlaufzeit von nur drei Wochen konnte Thyssen um die 100 Besucher im Rathauspark begrüßen. Die erlebten einen höchst vergnüglichen Abend, was war in erster Linie den beiden Band-Frontmännern Mischel Druschel und Axi "Mega-Meier" zu verdanken war. Zwischen den Hits von Jerry Lee Lewis, Little Richard oder CCR lieferten sie sich immer wieder urkomische Rededuelle. "Wir nennen das gepflegtes Frankfurter Dummgebabbel", meinte Meier, während Druschel immer wieder Bandinterna ausplauderte. So wurde aus dem "Rock’n’Roll im Rathauspark" (Druschel) eine Art "Rock’n’Roll-Comedy", an der alle großen Spaß hatten. "Eigentlich fordern wir ja immer zum Tanzen auf, aber das geht ja nicht. Dann macht ihr halt ›Sitz-Boogie‹", meinte Druschel. Einige Besucher tanzten schließlich doch mit großem Abstand, verteilt auf dem weitläufigen Gelände. Ruhig sitzen war bei den fetzigen Beats kaum möglich.

Nicht anders war dies beim Auftritt von "King Kai", wie Druschel Elvis-Interpret Kai von Kajdacsy ankündigte. Der zeigte in seiner Halbplayback-Show genau da,s was die Fans hören wollten, von Elvis-Klassikern bis hin zu Gospel oder dem "Dixieland-Rock" - inklusive gekonntem Hüftschwung. Immer wieder verließ von Kajdacsy die Bühne, um mit Ellenbogen oder Faust die Besucher zu begrüßen. Was zunächst fehlte, waren die frühen Elvis-Hits wie "Jailhouse Rock", "That’s allright Mama" oder "Blues Suede Shoes". Die spielten dann die Old Beer Devilz zusammen mit von Kajdacsy, so wie schon vor 14 Jahren am Gederner See.

Die Besucher konnten von dieser "Wiedervereinigung" gar nicht genug bekommen. Trotzdem war pünktlich um 22 Uhr Schluss. Stehend dankten die Besucher Band und Elvis-Interpret für ein etwas anderes "Gedenken an Elvis". Druschel: "Das war in 32 Jahren das außergewöhnlichste Konzert, das wir jemals gespielt haben."

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