FDP sieht »Krise des Bildungssystems« nahen

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Wetteraukreis (pm). Die Wetterauer FDP warnt in einer Pressemitteilung davor, dass die Corona-Krise zu einer Krise des Bildungssystems führen könne. Die schwarz-rote Koalition im Wetteraukreis lasse die Schüler derzeit im Stich. Sie müsse »sich endlich gezielt und energisch um die Probleme bei der dringend notwendigen Digitalisierung jeder einzelnen Wetterauer Schule kümmern«. Landrat Jan Weckler und seine Mitstreiter sollten die Umsetzung der rund 19,5 Millionen Euro der Bundes- und Landesgelder in Angriff nehmen.

»Das Thema ist ja nicht neu«, sagt FDP-Landtags- und Kreistagsabgeordneter Jörg-Uwe Hahn. Die FDP habe bereits bei ihrem Besuch im Staatlichen Schulamt Anfang Dezember für jede einzelne Wetterauer Schule ein individuelles Digitalisierungsprogramm gefordert. »Offenkundig ist bisher nichts Konkretes geschehen«, kritisiert Hahn.

»Die in Hausquarantäne befindlichen Schüler konnten bisher nur sehr vereinzelt digitalen Unterricht in der Wetterau erleben«, rügt der Landtagsabgeordnete. Die Wetterauer Große Koalition verspiele die »Chancen heimischer Kinder«.

Die Freien Demokraten befürchteten, dass aus der Corona-Krise eine Krise des Bildungssystems werden könne. »Deshalb müssen das Land Hessen als Bildungsverantwortlicher und der Wetteraukreis als Schulträger sofort Hand in Hand zusammenarbeiten«, fordert die schulpolitische Sprecherin der FDP-Kreistagsfraktion, Elke Sommermeyer.

Der FDP-Vorsitzende im Kreistag und Bundestagsabgeordnete Peter Heidt betont, zahlreiche Schulleiter aus Bad Nauheim hätten sich an den Wetterauer Schuldezernenten »mit zügig umsetzbaren Vorschlägen für mehr Digitalisierung in den Schulen« gewandt.

Die FDP unterstütze außerdem den Kreiselternbeirat in seiner Forderung, dass nach Ende der Schulschließungen in jedem Klassenraum warmes, fließendes Wasser und Seife vorhanden sein müssten. Dies sei aus hygienischen Gründen unumgänglich.

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