Sabine Schmidt-Nentwig, Präsidentin des Landgerichts, wünscht Oskar Tritt alles Gute. Über 15 Jahre hat er das Amtsgericht geleitet.	FOTO: PM
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Sabine Schmidt-Nentwig, Präsidentin des Landgerichts, wünscht Oskar Tritt alles Gute. Über 15 Jahre hat er das Amtsgericht geleitet. FOTO: PM

Segelflugzeug statt Gerichtssaal

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Friedberg (pm). Nach über 15 Jahren an der Spitze des Amtsgerichts Friedberg ist Direktor Oskar Tritt in den Ruhestand verabschiedet worden. Mit Ablauf des Monats Februar hat er seine langjährige Tätigkeit als Richter in der hessischen Justiz und Direktor des Amtsgerichts beendet.

Aus diesem Anlass überreichte ihm die Präsidentin des Landgerichts Gießen, Sabine Schmidt-Nentwig, eine Dankesurkunde für die dem Land geleisteten Dienste, verbunden mit den besten Wünschen für seine Zukunft. In einer Feierstunde hob Schmidt-Nentwig die von Tritt geleistete Arbeit hervor. Der Verlust eines derart fähigen und erfahrenen Kollegen sei sehr zu bedauern.

Gleichwohl freue sie sich, dass dieser nunmehr den wohlverdienten Ruhestand nutzen könne, um sich vermehrt seiner Familie und seinen Hobbys widmen zu können.

Mit SED-Unrecht befasst

Oskar Tritt wurde 1954 in Rockenberg geboren. Er ist Vater von zwei erwachsenen Töchtern. Zu seinen Hobbys gehört insbesondere die Fliegerei mit Schwerpunkt im Segelflug. Daneben will Oskar Tritt die im Ruhestand hinzugewonnene Freizeit auch zum intensiveren Radfahren und zum Reisen nutzen.

Nach beiden - jeweils mit Prädikat abgelegten - juristischen Staatsprüfungen trat Oskar Tritt seine erste Richterstelle im Oktober 1982 am Amtsgericht Dieburg an. Bereits im Sommer 1983 wechselte er erstmals ans Amtsgericht Friedberg. Nach zwischenzeitlichen Verwendungen an den Amtsgerichten Gießen, Nidda und Büdingen sowie am Landgericht Gießen kehrte er im Oktober 1985 ans Amtsgericht Friedberg zurück. Von Juni 1991 bis Juni 1994 war Oskar Tritt an das Bundesjustizministerium, damals noch in Bonn, abgeordnet, wo er insbesondere mit Problemen der Wiedervereinigung im Hinblick auf SED-Unrecht befasst war. Seit der Rückkehr an das Amtsgericht Friedberg 1994 ist er durchgängig dort tätig gewesen und hat im Rahmen seiner Dienstzeit alle amtsgerichtlichen Rechtsgebiete mit Ausnahme der Familien- und Betreuungssachen bearbeitet. 2001 wurde er zunächst zum weiteren aufsichtsführenden Richter, und im September 2004 zum Direktor des Amtsgerichts befördert. Über 15 Jahre lang hat er es geleitet.

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