Die Neuinfizierten kommen aus Bad Nauheim, Bad Vilbel, Butzbach und Wölfersheim. GRAFIK: PRW
+
Die Neuinfizierten kommen aus Bad Nauheim, Bad Vilbel, Butzbach und Wölfersheim. GRAFIK: PRW

Sechs weitere Menschen infiziert

  • vonred Redaktion
    schließen

Wetteraukreis(prw). Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Wetteraukreis hat am Dienstag bei 513 gelegen. Dies bedeutet eine Zunahme um sechs gegenüber Montag. Die Neuinfektionen wurden aus Bad Nauheim (2), Bad Vilbel (2), Butzbach (1) und Wölfersheim (1) gemeldet.

Die Zahl der aus der Quarantäne entlassenen Menschen lag am Dienstag bei 436, sieben mehr als am Montag. Die Genesenen kommen aus Büdingen (2), Gedern (1) Karben (3) und Rockenberg (1).

In stationärer Behandlung befanden sich zwei Corona-Patienten - gegenüber drei am Montag. Eine intensivmedizinische Behandlung war in keinem Fall notwendig. Bislang sind mit der Corona-Infektion 13 Menschen im Wetteraukreis gestorben.

Zieht man von der Gesamtzahl der Infizierten die Zahl der aus der Quarantäne entlassenen Menschen und die an oder mit Covid-19 Verstorbenen ab, dann hat es am Dienstag im Wetteraukreis 64 Corona-Infizierte gegeben. Laut Kreisverwaltung befinden sich alle in häuslicher oder klinischer Quarantäne. Zu allen halte das Gesundheitsamt engen Kontakt.

In den letzten sieben Tagen stieg die Zahl der Infizierten im Wetteraukreis mit seinen 308 000 Einwohnern um 22. Die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfizierten pro 100 000 Einwohner, lag damit weiterhin bei sieben.

Gespräche über Testcenter im Kreis

Unterdessen hat Amtsarzt Dr. Reinhold Merbs in einer Pressemitteilung des Wetteraukreises zu diversen Corona-Themen Stellung genommen. Unter anderem ging er darauf ein, warum in der hiesigen Region bisher nur wenige Menschen eine stationäre Behandlung benötigt haben. "Das hat ganz eindeutig etwas mit dem Alter der positiv getesteten Personen zu tun. Das liegt heute um 20 Jahre niedriger als in den ersten Wochen der Pandemie. Mit anderen Worten, das Virusgeschehen findet derzeit vor allem bei Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Menschen unter 60 Jahren statt und nicht bei den bekanntermaßen vulnerablen Gruppen", erläutert Merbs. Die erste Welle habe auch gezeigt, dass die in der Wetterau Verstorbenen im Durchschnitt 83 Jahre alt gewesen seien. "Jetzt, wo die Infektionen bei jungen Personen stattfinden, die oftmals gar keine Symptome haben, haben wir natürlich auch deutlich weniger Menschen, die in ein Krankenhaus müssen oder gar einer intensivmedizinischen Behandlung bedürfen." Der Amtsarzt warnte aber, die Situation könne sich schlagartig ändern, wenn sich das Virus wieder in die Einrichtungen einschleiche, etwa über Beschäftigte oder Besucher.

Auch zu regelmäßigen Tests für Lehrer und weiteres Schul-personal äußerte sich Merbs: So etwas halte er für wenig sinnvoll. "Damit erreichen wir doch nicht, dass das Infektionsgeschehen steuerbar wird, eher sogar im Gegenteil. Denn durch solche Massentests werden Laborkapazitäten massiv in Anspruch genommen, die wir dann brauchen, wenn wir tatsächlich einen Verdachtsfall haben und wir schnell ein Ergebnis haben wollen." Es nutze nichts, eine ganze Woche auf das Ergebnis zu warten, während der Betroffene möglicherweise arbeite, in die Schule oder in den Kindergarten gehe und das Virus in dieser Zeit weitertrage.

Zu einem möglichen Corona-Testcenter in der Wetterau sagte der Amtsarzt, man stehe in Verbindung mit der Kassenärztlichen Vereinigung, "auch im Wetteraukreis an zentraler Stelle ein solches Testcenter einzurichten, das wir gemeinsam betreiben wollen. Die ersten Gespräche sind schon im Gange".

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare