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Schwungvoller Junity-Neustart

  • vonHarald Schuchardt
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Friedberg (har). Mit einer »Corona-Gartenparty« haben sich am Sonntagnachmittag die Jugendfreizeiteinrichtung Junity und der Verein »Mensch mach mit« aus der »Corona-Veranstaltungszwangspause« zurückgemeldet. 50 Besucher waren entsprechend dem von Junity-Leiter Lukas Hölzinger und dem »Mensch mach mit«-Vorsitzenden Klaus Schumacher erstellten Konzept zugelassen und nach Voranmeldung auch gekommen.

Regelung mit »Einbahnstraße«

»Für das Junity ist diese Veranstaltung eine Generalprobe für ›Sound of Liberty‹ nach den Sommerferien, dann mit vier Bands und 99 Besuchern auf dem Freigelände«, sagte Hölzinger. Mit dem Verlauf und dem Verhalten der Besucher waren er und Schumacher sehr zufrieden. »Alle halten sich an die Regeln«, freute sich Schumacher, der einmal mehr als DJ fungierte und in dieser Funktion immer wieder humorvoll auf die zu beachtenden Regeln aufmerksam machte. Dazu gehörte auch der »Einbahnstraßenverkehr« rund ums Junity-Gebäude.

Nach der Registrierung mit Anschrift am kleinen Eingangstor ging es gleich rechts aufs Freigelände. Wer das Areal verlassen wollte, um beispielsweise ein Eis am Wagen von Eismann Dirk zu holen, der musste auf der anderen Seite um das Gebäude laufen und das Gelände durch das große Tor verlassen. Auf der Wiese waren Sitzinseln mit Tischen und Bänken sowie Sonnenschirmen geschaffen worden. Wer auf die Toilette im Junity wollte, der zog selbstverständlich seinen Mund-Nasen-Schutz an.

Alle Besucher achteten auf die Abstandsregeln, auch beim ersten von zwei »Showacts«. Bärbel König-Guba, Übungsleiterin beim Kurs »Mensch sei fit« lud trotz der schweißtreibenden Temperaturen nahe der 30-Grad-Grenze zu Bewegungsübungen ein. Da gingen alle »Hände zum Himmel«, und bei Drafi Deutschers Klassiker »Marmor, Stein und Eisen bricht« wurde lautstark mitgesungen.

»Ich brauche ein Sauerstoffzelt, sonst kann ich heute Abend nicht mehr abbauen« verkündete Schumacher. »Wir hoffen, dass wir unser Kursprogramm ›Mensch sei fit‹ für mehr Vitalität und Mobilität nach den Sommerferien wieder anbieten können«, sagte er.

Nach einer kurzen Erholungspause ging es noch eine Spur fulminanter weiter: Aus Frankfurt war Trommler Ismael Seck mit seiner achtköpfigen Percussiongruppe »die Ismaelis« gekommen, um »den Rasen zum Beben zu bringen«, wie Schumacher den Auftritt ankündigte. Dem war dann auch so.

Zweite Auflage am 16. August

Wie schon vor drei Jahren beim »Mensch mach mit«-Festival schaffte es der gebürtige Senegalese, dass schon nach wenigen Minuten alle mitsangen und sich bewegten. »Heute wieder zum Beia« sang der begnadete Trommler vor. Alle sangen nach. Eine gute halbe Stunde wurde getrommelt, getanzt, geklatscht und gelacht. So mancher Besucher trommelte begeistert auf verteilten Trommeln oder auf der Tischplatte mit.

Erst nach zwei Zugaben war Schluss, und auch Ismael Seck war glücklich: »Endlich wieder mal mit Menschen trommeln. Wie schön.« Er gab den Besuchern noch einen Tipp mit auf den Nachhauseweg: »Behaltet eure positive Energie«.

Nach der geglückten Garten-Party-Premiere wird es am 16. August mit der zweiten Auflage weitergehen. »Wir haben wieder Überraschungsgäste«, verkündete der schweißgebadete Klaus Schumacher.

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