1. Wetterauer Zeitung
  2. Wetterau
  3. Friedberg

Schwere Schere, starker Einsatz beim Feuerwehrtag

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Beim Tag der offenen Tür können die Besucher nicht nur jede Menge anschauen, sondern auch selbst aktiv werden.	(Foto: lod)
Beim Tag der offenen Tür können die Besucher nicht nur jede Menge anschauen, sondern auch selbst aktiv werden. (Foto: lod) © Harald Schuchardt

Friedberg (har). Gunter Neubauer ist am Sonntagmittag ziemlich ins Schwitzen gekommen – was nicht nur an den schweißtreibenden Temperaturen gelegen hat.

Der Friedberger versuchte sich beim traditionellen Tag der offenen Tür der Kernstadt-Feuerwehr als Feuerwehrmann. Mit einem Schlauch auf der Schulter kletterte er eine Leiter hoch, um dann mit dem Wasserstrahl drei Klappen zum Umfallen zu bringen. »Das war viel schwerer, als ich gedacht habe«, sagte er und hatte schnell den Wind als Schuldigen dafür gefunden, dass die dritte Klappe erst nach mehreren Anläufen umgefallen war: Die kleine Übung für jedermann war eines von vielen Angeboten der Wehr – passend zum Motto »Feuerwehr zum Anfassen für Groß und Klein«.

+++Weitere Fotos vom Tag der offenen Tür+++

Den Umgang mit der schweren Hydraulikschere konnten Kinder und Erwachsene unter der Anleitung von Feuerwehrmitglied Timo Georg Knaupp üben. Der sechsjährige Louis schaffte es, mit der Schere einen Tennisball von der Spitze eines Absperrhütchens aufzunehmen und auf das nächste Hütchen zu setzen. »Die Schere ist ganz schön schwer«, stellte er fest.

Rügen-Sand und »Plopperkönig«

Wer ein Atemschutzgerät aufsetzen wollte, stellte fest, dass ein Atemschutzträger rund 20 Kilo Ausrüstung mit sich herumschleppt. Außerdem wurde der Fahrzeugpark der Wehr gezeigt. Dabei gab es eine »Vorpremiere«, denn die Kernstadtwehr erhält demnächst ein neues Tanklöschfahrzeug 4000. Dabei handelt es sich um ein Vorführfahrzeug der Firma Ziegler. Die hatte das Fahrzeug für den Tag der offenen Tür schon einmal zur Verfügung gestellt und vom Firmensitz in Gingen an der Brenz in die Kreisstadt gebracht. »Wir freuen uns sehr, heute schon mal den Besuchern das Fahrzeug zeigen zu können«, sagten Wehrführer Valentin Gangur und sein Stellvertreter Ralf Höhmann.

Der ist auch Vorsitzender des Feuerwehrvereins, der an einem Stand über seine Arbeit informierte und für eine Mitgliedschaft warb. Aus Hahnstätten waren Tobias Schormann und Markus Kerscher von der Firma Brandschutz Schümann gekommen, um über die neueste Generation von Feuerlöschern zu informieren. Die richtige Handhabe testete Konstantin Köhler, als er gemeinsam mit seiner sechsjährigen Tochter Emma löschte. Auch Lukas Rotter aus Bad Nauheim bediente den Feuerlöscher, und blitzschnell waren die Flammen gelöscht. »Diese Informationen finde ich sehr gut«, lobte der Badestädter. Die Besucher im Schulungsraum durften ausnahmsweise nichts anfassen. Modellbauer Karlheinz Huth zeigte zahlreiche Modelle, darunter ein brandneues Werk, dass den Einsatz eines Havariekommandos bei einem Ölunfall am Ostseestrand zeigt. »Das ist Originalsand aus Rügen«, erklärte der Modellbauer dem zehnjährigen Alexander.

Für die Kinder waren fünf Spielstationen, darunter Wasserspritzen, Ausrüstung anziehen und ein Tastspiel, eingerichtet. Mit dabei war wieder Katie’s Spielewelt mit einem »Plopperspiel«, bei dem ein Ball in einen Korb »geploppt« werden musste. Das gelang dem neunjährigen Louis gleich zweimal hintereinander. Spielewelt-Chefin Edith Hollmann krönte ihn zum »Plopper-König«. Wer alle Stationen durchlaufen hatte, erhielt einen Playmobil-Feuerwehrmann oder einen Taucher. So viel Aktion machte hungrig und durstig, worauf die Wehr mit Gyros, Steaks; Würstchen sowie einer großen Kuchentafel bestens vorbereitet war.

Auch interessant

Kommentare