»Schwarze 7«: Fünf Stunden voll närrischer Höhepunkte

Friedberg (har). Ganz sicher sind sich die Aktiven der KV »Schwarze 7«, dass sie das einzige richtige Mittel gegen die Schweinegrippe gefunden haben, denn gemäß ihrem diesjährigen Motto »Wir lasse die Wutz raus, lasses krache - denn unser Impfstoff, der heißt Lache« sorgten die »Schwarzen« am Wochenende bei den beiden ersten von fünf längst ausverkauften Sitzungen dafür, dass die Narren im Saal nur von Lach- und Uiuiui-Erregern, die das Zwerchfell unentwegt reizten, infiziert wurden.

Dafür sorgten wieder viele bewährte Büttenstars, Tanzgruppen und der KV-Nachwuchs, der als »Shagaluga-Dancers« das fünfstündige närrische Spektakel mit einem temperamentvollen Dschungeltanz eröffnete. Nach dem riesigen Beifall für die 13 jungen Dschungelbewohner wurde die närrische Regierung mit Sitzungspräsident Markus Bach an der Spitze enthusiastisch empfangen, was nicht wunderte, hatte »Take Seven« die Besucher mit kölschen Hits bereits in beste Stimmung versetzt.

Kurz begrüßte Bach die närrische Schar im Saal, darunter am Freitagabend auch eine große Zahl an »Promis«, wie Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender, Bürgermeister Michael Keller, Stadträte, Parteienvertreter und die Führungsspitze des Skiclubs. Die politischen Stadtgrößen konnten dann gleich aus dem Protokoll von Kirchturmhahn Theo Hölper erfahren, »dass man schon viel Humor braucht, um über die Politik zu lachen«. Hölper schaffte es, die ersten Uiuiui-Gesänge des Abends auszulösen. Zuvor hatten die zwölf Gardemädchen für eines von vielen Glanzlichtern gesorgt.

»Jungstar« Frederik Schäfer beschäftigte sich mit dem »Thema Frau«. Fazit: »Wenn alle Frauen toben, dann steht ein Mann hier oben« - Lachtränen. Die gab es dann auch beim Auftritt von »Schwarze-7-Bluesstar Justin Wild« alias Christian Nüchter Allerdings wurde seine Show jäh unterbrochen, als Horst Schlemmer auf die Bühne kam, und mit seinen Bemerkungen den Saal zum Kochen brachte. »Ich habe Zähne«, meinte Carsten Liebisch, der in die Hape-Kerkeling-Figur geschlüpft war, als ihm das Gebiss verrutschte.

Im zweiten Teil sorgte Liebisch in seiner angestammten Kultrolle als »Olga aus Böhmen« zu später Stunde noch einmal für höchste Stimmungswerte, gelang es ihm doch, dank eines VHS-Kurses, »Erotik in den Saal zu pumpen«. Stefan Kraus nahm die Besucher mit auf seine Baustellen, wo er als Meister seinen Vater ersetzte und sich immer wieder von den Ideen seines Ein-Euro-Jobbers Loddar aus Sachsen überraschen lassen musste.

Rockig präsentierten sich die »Queen-Dancer« die zu »Queen«-Klassikern den Saal tänzerisch aufmischten. Nicht fehlen darf Carlo Wend, der das neue Berufsbild »Event-Hostesser der Stadt Friedberg« so intensiv beschrieb, dass die Beifallsstürme kein Ende fanden.

Das Ende des ersten Programmteils gehörte den »Seebachstelzen«, die von Markus Bach am E-Piano begleitet werden. Mit ihrem Kultsong »Ockstädter Weiber, die haben begnadete Leiber« zog die Sängerschar gemeinsam mit dem Elferrat aus.

Eine Überraschung war für viele der Beginn der zweiten Sitzungshälfte, denn diese wurde erstmals von Mathias Schäfer geleitet, der sich in Zukunft die Präsidentenaufgabe mit Bach teilen wird. Als »Mirka aus Polen« überzeugte Martina Pfannmüller. Das »Allroundtalent«, das auf einem Ockstädter Bauernhof angeheuert hat, führte neue Methoden bei der »Spargel-Erdbeer-Kirschenernte« ein. Selbst der Opa lebte dank Mirka noch einmal so richtig auf, und von Müdigkeit war auch bei den Besuchern nichts zu spüren.

Hellwach waren diese auch beim Auftritt von zwölf Piloten und Stewardessen der »Schwarze-7-Airline«. Das Männerballett beendete seinen »Flug« mit Fitnessübungen in goldenen »Hot Pants«, was stürmisch bejubelt wurde.

Als »Freundin aller Männer« beobachtet Rosi Schäfer die Eigenarten des männlichen Geschlechts. In diesem Jahr beschrieb sie die »richtige Einkleidung eines Mannes«.

Eine musikalische »Bettnummer« zeigten Manfred Weber und Reiner Goy als Ehepaar, bei dem die Frau zu »Satisfaction« eben nur das Eine wollte, was er, müde im Bett liegend, mit »Du bist nicht allein« beantwortete.

Einer fehlte noch: »Der Ockschder« alias Gerhard Kraus, der nun Opa geworden ist, aber erst nach der Drohung an seine drei Kinder: »Wenn ihr nicht wollt, dann machen wir es selbst«. Nun ist er also mit dem kleinen Lukas im Kinderwagen mit Winterreifen, Navi und Nebelschlussleuchte unterweg.

Das Finale gestaltet das Showballett mit einer Las-Vegas-Show, bei der natürlich auch Elvis und eine Hochzeit im Spieler- und Heiratsparadies nicht fehlen durfte. Nach fünf Stunden voller närrischer Höhepunkte feierten alle Mitwirkenden auf der Bühne und die Besucher zusammen und dann noch lange zur Musik von »Take Seven«.

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