»Gehaltskürzungen«

Schulsozialarbeit: GEW übt Kritik

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Wetteraukreis (pm). Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat den Trägerwechsel bei der Schulsozialarbeit kritisiert. Laut den Vorsitzenden Peter Zeichner (Kreisverband Friedberg) und Heidi Wallenfells (Kreisverband Büdingen) ist man bestürzt ob der aktuellen Entwicklung. Die Bildungsgewerkschaft bemängelt, dass die bisherigen Mitarbeiter bei der Neuvergabe eines Großteils der Stellen für die Schulsozialarbeit im Wetteraukreis an den Trägerverein RDW (Regionale Dienstleistungen Wetterau) Gehaltskürzungen in Kauf nehmen müssten.

»Bei gleicher Arbeit sollen Schulsozialarbeiter*innen je nach tariflicher Eingruppierung mehrere hundert Euro brutto (600 bis 800 Euro) weniger im Monat erhalten, weil der Trägerwechsel auch einen Tarifwechsel bedeutet«, schreiben Zeichner und Wallenfells. Einigen sei zwar das gleiche Gehalt wie beim bisherigen Träger JJ (Jugendhilfe und Jugendberatung) zugesichert worden, dies gelte aber nicht für alle übernommenen Fachkräfte. Es sei daher zu befürchten, dass sich langjährig tätige Schulsozialarbeiter und -pädagogen nach besser bezahlten Stellen umsehen werden. »Berufseinsteiger*innen hingegen werden die Arbeit in Schulen des Wetteraukreises als Sprungbrett verstehen und somit wird sich das Personalkarusell munter drehen - mit zum Teil lange unbesetzten Stellen«, so die Befürchtung.

Die Neuvergabe wäre nicht nötig gewesen, wenn Schulsozialarbeiter direkt unbefristet beim Kreis oder beim Land Hessen angestellt wären. »In Zeiten von Corona eine berechtigte Hoffnung«, meinen die GEW-Vertreter. Es stelle sich die Frage, warum systemrelevante Stellen wie die der Schulsozialarbeit überhaupt ausgelagert werden müsse.

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