1. Wetterauer Zeitung
  2. Wetterau
  3. Friedberg

Schmackhaftes aus dem Burggarten

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Harald Schuchardt

Kommentare

Der Wettergott meinte es gut mit den Paten und Machern der Urban-Gardening-Aktion »Friedberg zum Anbeißen«. Zwar war es bitterkalt, doch als die 19 Paten von Moderator Oli Becker am Samstagnachmittag auf die Bühne des Friedberger Frühlingsmarkts gebeten wurden, kam erstmals an diesem viel zu kalten Maitag die Sonne hinter den Wolken hervor.

Der Wettergott meinte es gut mit den Paten und Machern der Urban-Gardening-Aktion »Friedberg zum Anbeißen«. Zwar war es bitterkalt, doch als die 19 Paten von Moderator Oli Becker am Samstagnachmittag auf die Bühne des Friedberger Frühlingsmarkts gebeten wurden, kam erstmals an diesem viel zu kalten Maitag die Sonne hinter den Wolken hervor.

Es war der Startschuss für die fünfte Auflage des Projekts, das die Stadt im Burggarten und seit letztem Jahr auch auf dem Elvis-Presley-Platz durchführt. Projektleiterin Jutta Himmighofen-Strack und Kulturamtsleiterin Christine Böhmerl übergaben den »Neulingen« unter den Paten die grünen Aktionsschürzen. Nach einem Gruppenbild wurden auf dem Elvis-Platz die ersten Kräuter gepflanzt. »Das Experiment mit den Beeten mitten in der Stadt ist letztes Jahr geglückt, es gab keinerlei Beschädigungen und Diebstähle«, freute sich Böhmerl.

Gemütlich spazierten die Hobbygärtner dann in den Burggarten, wo die von ihnen bestellten Pflanzen darauf warteten, in die Erde der vom Baubetriebshof aufgestellten und aufgefüllten 14 Hochbeete gebracht zu werden. Bestellt worden waren eine Vielzahl von Gemüse- und Obstsorten, von Mangold, Buschbohnen und Tomaten über Erdbeeren und Kiwis bis hin zu verschiedenen Kräutern und essbaren Blumen. Zum zweiten Mal dabei war die Dorheimer Imker-Familie Ruppel, die ihr Hochbeet mit blühenden Pflanzen bestückte, die eine Nahrungsgrundlage für Bienen bilden sollen. »Wenn es klappt, stellen wir dieses Jahr noch einen Schau-Bienenstock mit Informationen zur Bienenzucht dazu«, so Imker Ernst Ruppel.

Ebenfalls zum zweiten Mal nahm der Biologie-Grundkurs aus der Jahrgangsstufe zwölf des Burggymnasiums teil. Gleich mehrere Schüler waren zusammen mit ihrer Kursleiterin Swantje Vogt zur Eröffnung der Aktion gekommen. »Wir haben aus dem letzten Jahr gelernt, da hatten wir zu viel gepflanzt«, sagte Vogt, die sich über das Interesse ihrer Schützlinge am Projekt freute.

Alte Hasen in Sachen »Friedberg zum Anbeißen« sind dagegen mehrere Burgbewohner, etwa die Familie Rentschler, Apotheker Bernd Ulrich sowie Michael Bender und Verena Berlich, die zum 100-jährigen Bauhaus-Jubiläum ein »Bauhaus-Beet« anlegten. »Gärten sind Bestandteil der Bauhaus-Ideologie«, erklärte Bender, der an der Bauhaus-Universität in Weimar Architektur studiert hat. Nun hoffen alle, dass die Beete von den Burggartenbesuchern nur betrachtet und nicht geplündert werden.

Ein Hingucker war das Bettgestell, das von der Familie Decher vom gleichnamigen Bettenhaus bepflanzt worden war. Eine Neuerung konnte Christine Böhmerl noch vermelden. »Wir haben einen 50 Meter langen Gartenschlauch angeschafft.«

Was am Ende aus so manchem Gemüse Schmackhaftes entstehen kann, können die Besucher dann zum Finale am 8. September, dem Tag des Offenen Denkmals, im Burggarten-Café testen.

Auch interessant

Kommentare