Eine junge Schleiereule: Dieses Bild hofft der NABU Friedberg am Dorheimer Trafoturm ebenfalls in Kürze zu sehen.	SYMBOLFOTO: NABU/ROSL RÖSSNER
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Eine junge Schleiereule: Dieses Bild hofft der NABU Friedberg am Dorheimer Trafoturm ebenfalls in Kürze zu sehen. SYMBOLFOTO: NABU/ROSL RÖSSNER

Schleiereulen beziehen Quartier im Trafoturm

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Friedberg-Dorheim (pm). Mit viel Enthusiasmus ist Karl-Heinz Schäfer vom Vorstand des NABU Friedberg im Sommer 2019 an die Planungen für den Ausbau des Trafoturms am Dorheimer Friedhof zum Tierhotel gegangen. Er beschränkte sich nicht auf die Planung, sondern war auch die treibende Kraft für die Realisierung. So installierte er zusammen mit seinem Bruder im Inneren des Turms ein stabiles Gerüst.

Ende September war es dann so weit: Ein Quartier für Schleiereulen war eingebaut, außerdem ein Mauerdurchbruch als Einflugloch geschaffen. Zum Jahresende hin gab es dann erste Hinweise, dass Vögel den Kasten inspizierten. Eine Lichtschranke mit Zählwerk zeigte entsprechende Bewegungen an. »Wir wussten allerdings nicht, welche Vögel den Nistraum besuchten«, sagt Ruth Müller vom Vorstand des örtlichen NABU.

Bei einer Kontrolle in der zweiten Märzhälfte fanden die NABU-Aktiven dann erstmals tote Mäuse im Nistraum. Kurze Zeit später lagen auch die ersten Eier in der dunkelsten Ecke, und es deutete vieles darauf hin, dass tatsächlich Schleiereulen den Raum im alten Trafoturm als Quartier angenommen hatten.

Die Bestätigung folgte durch die Bilder einer Überwachungskamera. »Nun drücken wir ganz fest die Daumen und müssen jetzt einfach Geduld haben. In etwa einem Monat wissen wir, ob Junge geschlüpft sind«, erläutert Ruth Müller.

Bei der Gelegenheit bedankt sich der Vorstand des NABU Friedberg bei allen Unterstützern des Projekts. Dazu zählen Gerd Bauschmann, Ortsvorsteher Dr. Klaus-Dieter Rack und Bürgermeister Dirk Antkowiak. Viele Dorheimer Geschäftsleute und Bürger sowie die Volksbank Mittelhessen und der NABU-Bundesverband haben das Projekt finanziell unterstützt. Und der NABU Friedberg hofft darauf, dass diese Initiative auch noch als Gewinnerprojekt bei der Umweltlotterie »GENAU« ausgewählt wird.

Solange das Brutgeschäft und - hoffentlich - die Aufzucht der Jungen im Gange ist, werden die weiteren Arbeiten am Trafoturm ruhen. Dies betrifft sowohl die Einrichtung eines größeren Quartiers für Fledermäuse, als auch die Anbringung weiterer Nistkästen sowie die angekündigte Bemalung der Fassade.

Interessierte können an der weiteren Entwicklung im Schleiereulenkasten teilhaben: Unter der Internet-Adresse https://www.nabu-friedberg.de/bildergalerie/2020/ werden regelmäßig aktuelle Fotos eingestellt.

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