Das Elektrozaungerät ist zerstört, die Batterie entwendet worden.	FOTO: PV
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Das Elektrozaungerät ist zerstört, die Batterie entwendet worden. FOTO: PV

Schafhalter immer wieder Opfer von Dieben

  • Bernd Klühs
    vonBernd Klühs
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Friedberg-Dorheim (pm/bk). »Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt« - dieser Spruch aus Schillers »Wilhelm Tell« trifft auch auf einen Schafhalter aus Dorheim zu. Von der Mutterschafherde getrennt hält er die Zuchtböcke auf einigen Obstwiesenparzellen, die in der Nähe des Dorheimer Schlosses liegen. Ein befestigter Weg führt direkt an diesen Viehweiden vorbei, in unmittelbarer Nähe befindet sich auch die Bahnstrecke Friedberg - Dorheim.

»Bereits viermal in diesem Jahr wurde das Elektrozaungerät zerstört, zweimal die Batterie gestohlen und einmal die Elektronik ausgebaut. Und kürzlich konnte jemand auch noch das Tränkebecken gebrauchen«, berichtet Diplombiologe Gerd Bauschmann, Vorsitzender von Weidewelt - Verein für naturschutzkonforme Landnutzung durch Beweidung.

Neben den Reparatur- und Neubeschaffungskosten, die der Schafhalter tragen muss, ist rund um diese Straftaten ein weiterer Aspekt von besonderer Bedeutung. »Nicht vorzustellen, wenn die Böcke merken, dass kein Strom mehr auf dem Zaun liegt und ausbrechen. Wenn sie auf die Gleise laufen sollten, kann es durchaus zu einem Unfall mit Personenschaden kommen«, sagt Bauschmann.

Sachschaden bis zu 1000 Euro

Immer wieder kommt es zu Diebstählen und zu Vandalismus bei den Schafen. Vor einigen Jahren wurde laut Bauschmann in einer Nacht- und Nebelaktion der gesamte Elektroknotenzaun inklusive Eckpfosten und Elektrozaungerät gestohlen. Der Sachschaden betrug etwa 1000 Euro. Die Schafe wurden zum Glück zurückgelassen und konnten wieder eingefangen werden. »Die Polizei hat das Verfahren nach einigen Monaten eingestellt. Dem Schafhalter wurde geraten, sich selbst auf die Lauer zu legen«, berichtet der Vereinsvorsitzende.

Sollte jemand Beobachtungen zu dem jüngsten Vorfall gemacht haben, kann er sich per E-Mail unter weidewelt@aol.com beim Verein melden. Die Informationen werden vertraulich behandelt.

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