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Römerbad in der Friedberger Burg wird saniert

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Friedberg (pdw). Landrat Joachim Arnold will die Archäologielandschaft Wetterau stärker in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung rücken. Dafür sprechen das längste Limesteilstück in einem hessischen Flächenkreis und zahlreiche Hinterlassenschaften der Römer. Ein besonders wichtiges Bauwerk ist dabei das Römerbad in der Friedberger Burg. Knapp 50 Jahren nach der Freilegung des Römerbads ist jetzt eine Sanierung fällig.

Rund 112 000 Euro sind dafür notwendig, das Geld kommt, wie der Landrat bei einem Ortstermin mit Bürgermeister Michael Keller, der stellvertretenden Landesarchäologin Dr. Vera Rupp, Kreisarchäologe Dr. Jörg Lindenthal und Thomas Becker, Limesbeauftragter des Landes Hessen, sagte, zu gut zwei Drittel von der Landesarchäologie.

Die Reste des Römischen Bades wurden 1963 im Zuge der Erweiterung des Burggymnasiums freigelegt, sorgfältig restauriert und mittels eines Schutzbaus in den Neubau des Burggymnasiums integriert. Heute gehört es mit dem Limes in das Welterbe der UNESCO. »Es ist unser Kreisanteil an diesem Welterbe«, sagte Landrat Arnold augenzwinkernd. »Das Römerbad ist ein fester Bestandteil aller Stadtführungen durch Friedberg und unverzichtbar in der Archäologielandschaft der Wetterau. Ich bin froh, dass diese längst überfällige Sanierung endlich angegangen wird.«

Das Konzept dafür hat der Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft des Wetteraukreises in Kooperation mit der Kreisarchäologie erstellt. Auch Friedbergs Bürgermeister Keller zeigte sich höchst zufrieden. »Gerade vor dem Hintergrund, dass wir den Burggarten neu gestaltet haben, ist die Sanierung des Römerbads ein wichtiger Bestandteil unseres Konzepts, die Burg noch attraktiver für Besucherinnen und Besucher zu machen. Immerhin ist die Friedberger Burg eine der größten Burganlagen Deutschlands.«

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