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Rockabilly, Gospel und Elvis-Brille

  • VonHarald Schuchardt
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Friedberg (har). Mehr als zufrieden ist Günter Kiefer, der Präsident des Elvis-Presley-Vereins Bad Nauheim/Friedberg, mit dem Verlauf des 13. Elvis-Weekend gewesen - noch nie wurden so viele Besucher gezählt. Viel Lob gab es für den neuen Veranstaltungsort, den Rathauspark, wie auch für das vielseitige Programm. Dieses wurde am Sonntag von den »Highlifting Boosters« fortgesetzt.

Chef der fünfköpfigen Band ist Gitarrist und Sänger Georg »Buddy« Krüger, der durch das Trio »Buddy and the Sharks« bekannt wurde.

Rock’n’Roll-Tänzer aus Rosbach

Die Fans waren vom fetzigen Rockabilly begeistert, zumal alle fünf Musiker auch als Solosänger agierten. Ein besonderes »Multitalent«, laut Krüger, ist Drummer Stephan Gunza. Er spielte nicht nur gleichzeitig Bluesharp und Schlagzeug, sondern glänzte auch als Banjospieler und Sänger. Keyboarder Alexander Misic, Gitarrist Erik Staud und Andreas Simon am Kontrabass ergänzen die Band, die mit zahlreichen eigenen Rockabilly-Arrangements von bekannten Hits wie »These Boots are made for Walking« glänzten.

Die fetzige Musik führte dazu, dass immer wieder getanzt wurde. Ein besonderer Hingucker waren Petra und Christian Klee, die im 50er-Jahre-Outfit den klassischen Boogie-Woogie geradezu zelebrierten. Das Ehepaar aus Bad Honnef war mit seinem Oldsmobile Super 88 aus dem Baujahr 1959 in den Rathauspark gekommen. Die Limousine diente auch als Hintergrund für die Tanzshow der Rosbacher Rock’n’Roll-Formation »LollyPops«. Diese wurde von der Nachwuchsgruppe »The Lollys« mit einem Showtanz zur Musik von Queen eröffnet.

Kommentiert von »LollyPop«-Chef Steffen Fritzel zeigten dann fünf Paare zu einem Hit-Medley von Elvis klassischen Rock’n’Roll. Mit einem Showtanz zu »Grease Lightning« endete die Tanzshow, die von den Besuchern begeistert gefeiert wurde. Etwas ruhiger ging es beim anschließenden Zeitzeugengespräch mit Claus-Kurt Ilge und Bernd Basting zu.

Mit Spannung erwartet wurde der Auftritt von Teddy King alias Marvin Krupp aus Duisburg. Der Elvis-Tribute-Artist leidet seit seiner Geburt an einer schweren Gehbehinderung, was ihn aber nicht davon abhält, die Songs seines großen Idols auf der Bühne zu präsentieren. Dabei legt der 29-Jährige besonderen Wert auf die Songs des Kings, die nicht so oft interpretiert werden. Im Rathauspark überzeugte er mit der Musik aus dem Dokumentarfilm »Elvis on Tour« (1972), der durch seine revolutionäre Aufnahmetechnik für Aufmerksamkeit sorgte.

Elvis sang darin auch Gospel, die Teddy King ebenso intensiv und ausdrucksstark interpretierte wie das patriotische »American Trilogy«, das mit dem bekannten »Glory, Glory Halleluja« endet. Natürlich trug King auch die typische Elvis-Sonnenbrille.

Als Überraschung hatte er Konstantin Livas eingeladen. Der heute 75-jährige Brillendesigner aus Esslingen erzählte, wie Elvis bei einem Händler in Los Angeles die von ihm geschaffene Neostyle-Brille entdeckte und später drei Brillen - veredelt mit 18 Karat Gold - bestellte. Bis heute vertreibt der gelernte Optiker die Brille, auch auf dem Elvis-Festival in Bad Nauheim.

King genoss seinen Auftritt im Rathauspark ebenso wie die Fans, denen er mit mehreren Zugaben dankte. »Ich hab‹ mich hier gefühlt wie in Memphis«, erklärte der Elvis-Interpret und fügte hinzu: »Elvis ist heute ein Bindeglied zwischen Jung und Alt, das muss ihm erst mal einer nachmachen.«

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