Für das Alte Hallenbad in der Haagstraße gibt es große Pläne. Deren Verwirklichung rückt mit der Zusage von Bundesmitteln in Höhe von 1,45 Millionen Euro näher.	FOTO: PM
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Für das Alte Hallenbad in der Haagstraße gibt es große Pläne. Deren Verwirklichung rückt mit der Zusage von Bundesmitteln in Höhe von 1,45 Millionen Euro näher. FOTO: PM

Ein »richtiges« Theater für Friedberg

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Friedberg (pm). Die gute Nachricht platzt mitten in die Zwangspause für alle Kulturveranstalter: Der Umbau des Alten Hallenbades in ein »richtiges« Theater ist in trockenen Tüchern. Die Bundesbauverwaltung habe ihren schon 2019 angekündigten Zuschuss über 1,45 Millionen Euro für den fünften und letzten Bauabschnitt verbindlich zugesagt, heißt es in einer Pressemitteilung der Gesellschaft der Freunde des Theaters Altes Hallenbad in Friedberg - mit Bezug auf Bürgermeister Dirk Antkowiak und Uli Lang, Initiator des Theaters Altes Hallenbad.

Seit 2013 wird im und am denkmalgeschützten Jugendstilbau gearbeitet. Es gab Verzögerungen - zuletzt auch wegen der Pandemie. Doch nun stehen allein bis Jahresende 1,3 Millionen Euro für den Umbau bereit. Jeweils eine weitere Million seien für 2022 und 2023 bewilligt, heißt es weiter in der Pressemitteilung. »Wir können und wollen jetzt Tempo machen«, sagt Lang. Ende 2023 soll und muss (laut Förderauflagen) das Kulturhaus an der Haagstraße fertig sein.

Inzwischen ist das Dach erneuert, eine Heizung installiert, im Keller befindet sich ein moderner Sanitärtrakt. Aktuell läuft der Umbau der früheren Wannenbäder in eine Theaterbar und ein großes Foyer an der östlichen Schmalseite des ehemaligen Schwimmsaales. Der Bereich wird laut Uli Lang Ende März fertig sein und kann dann auch für kleinere Veranstaltungen genutzt werden.

Bis jetzt kostete der Umbau rund 3,2 Millionen Euro, finanziert von staatlichen Stellen, von den Mitgliedern, von zahlreichen Sponsoren und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Bis Ende 2023 fließen weitere 3,3 Millionen Euro.

Nach intensiver Diskussion bewilligten die Stadtverordneten im Herbst 2019 einen städtischen Anteil von 1,85 Millionen Euro, um den daran gekoppelten Bundeszuschuss zu erhalten. Die 1,85 Millionen Euro aus der Stadtkasse zahlen die Theaterbetreiber dadurch zurück, dass sie in den nächsten 18 Jahren die Bauunterhaltungskosten weitgehend selbst tragen.

Statt für 150 Platz für 350 Leute

Nun sollen mit Hochdruck die Detailpläne entstehen, die Ausschreibungen und Auftragsvergaben stattfinden. Im Laufe dieses Jahres sind zunächst Arbeiten geplant, die das Kulturprogramm im Saal weiter ermöglichen. Rückwärtige Fenster werden saniert, ebenso wird ein Aufzug eingebaut, der das ganze Haus barrierefrei macht. Die umlaufende Galerie im früheren Schwimmsaal wird so ertüchtigt, dass dort und im Saal nach der Corona-Zeit zusammen bis zu 350 Menschen sitzen können - statt bisher 150. Die großen halbrunden Fenster im Obergeschoss werden wieder geöffnet. Sie waren 1964 zum Teil zugemauert worden. Es folgt der Einbau moderner Bühnentechnik. Das Theater bekommt auch einen Materialraum, Büro und Besprechungszimmer. Zum Schluss entsteht an der östlichen Schmalseite zum mittelalterlichen Roten Turm hin ein Bistro, das bei Bedarf auch eine Außengastronomie übernehmen kann.

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