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Die Teilnehmer des Konzerts (v. l.) Philipp Reitz, Jacob Vesper, Tom Verink, Jannik Zelder, Justus Rose, Finn Matthis Hoffmann sowie Musiklehrer Martin Kowollik.

Rhythmus mit viel Abstand

  • vonHarald Schuchardt
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Friedberg (har). Das Konzert des Fachbereichs Schlaginstrumente der Musikschule ist für die Schüler von Schlagzeuglehrer Martin Kowollik der alljährliche Höhepunkt schlechthin. Im letzten Jahr musste das Vorspielen Pandemie bedingt ausfallen.

Am Freitagabend zeigten sieben Schüler im Alter von sieben bis 15 Jahren im großen Saal der Musikschule ihr Können - allerdings ohne Publikum vor Ort.

Die Zuschauer saßen zu Hause vor den Bildschirmen, wurden die Auftritte der Schüler doch im Rahmen der Online-Konzerte der Musikschule auf deren Internetseite live übertragen.

»In Corona-Zeiten ist halt alles etwas anders«, meinte Kowollik in seiner kurzen Begrüßung und weiter: »Hier im Saal sieht es gemütlich aus.« Die sieben Akteure saßen weit auseinander und natürlich mit Masken. Die hatte auch Vincent Rocher auf. Der Gitarrenlehrer zeichnete für die Technik verantwortlich. Die Fenster waren weit geöffnet. Kowollik: »Da können die Nachbarn und die Menschen auf der Straße zuhören.«

Laut und fetzig

Gespielt wird grundsätzlich nach Noten. »Es handelt sich um ausnotierte Soli«, erläuterte Kowollik, der nahezu alle Rhythmus-Etüden selbst geschrieben hat. Dabei zeigt die Nummerierung der Soli deren Schwierigkeitsgrad an, je höher die Zahl, desto diffiziler und schwieriger sind die Aufgaben, denen sich das Septett stellte.

Mit Tom Vernik eröffnete der jüngste Schlagzeugschüler das Fachbereichskonzert. Erst seit drei Monaten erhält der Siebenjährige Schlagzeugunterricht. »Ich bin schon etwas nervös«, meinte der Jung-Schlagzeuger, der mit seinem »Solo in Viertelnoten« und dem »Solo Nummer 1« zeigte, was er in dieser kurzen Zeit schon alles gelernt hat.

Auch für Valentin Bellersheim war das Vorspielen der erste »öffentliche« Auftritt am Schlagzeug. Seit einem Jahr erhält der Zehnjährige Schlagzeugunterricht und spielte sicher »Rolling Rhythm 1« und das »Solo No. 1 B.« Zwei Soli von Tom Habke, einem in der Szene bekannten Schlagzeuglehrer, trommelte der elf Jahre alte Finn Matthis Hoffmann, der seit drei Jahren Schlagzeug spielt und schon beim letzten Fachbereichskonzert vor zwei Jahren dabei war.

Eine weitere Habke-Komposition sowie »Rolling Rhythm 5« spielte der zehn Jahre alte Jannik Zelder, der vor zwei Jahren mit dem Schlagzeug spielen begonnen hat. »Alte Hasen« sind dagegen der 15 Jahre alte Jacob Vesper und der zwei Jahre jüngere Justus Rose, die beide schon mehr als sechs Jahre Schlagzeug spielen.

Die beiden »Fortgeschrittenen« überzeugten mit verschiedenen Soli und »Rolling Rhythm« ebenso wie jeweils mit einem Duett mit ihrem Lehrer. Da wurde es richtig laut und fetzig. Bevor Philipp Reitz (13) das Konzert mit den Rolling Rhythm 18 und 20 beendete, konnten die Zuschauer an dem Bildschirmen einen kleinen Umbau verfolgen.

»Philipp ist der einzige Linkshänder, der heute spielt«, erläuterte Kowollik, der mit den gezeigten Leistungen seiner Schützlinge mehr als zufrieden war. »Das hat richtig Spaß gemacht«, meinte der Schlagzeuglehrer, der hofft, dass im kommenden Jahr wieder all seine Schüler ebenso beim Fachbereichskonzert dabei sind wie Zuschauer vor Ort.

Mit sieben Jahren ist Tom Verink der jüngste Musiker des Konzerts.

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