Rekord: Augustinerschule sammelt 5000 Euro für Haiti

Friedberg (hz). Sie haben Theater gespielt, Schulführungen am Tag der offenen Tür organisiert und Kuchen gebacken zum Elternsprechtag. Sie haben Informationsstände errichtet, gebastelte Herzen verkauft, auf Geschenke verzichtet und Teile ihres Taschengeldes gespendet.

Friedberg (hz). Sie haben Theater gespielt, Schulführungen am Tag der offenen Tür organisiert und Kuchen gebacken zum Elternsprechtag. Sie haben Informationsstände errichtet, gebastelte Herzen verkauft, auf Geschenke verzichtet und Teile ihres Taschengeldes gespendet.

In zahlreichen Einzel- und Gemeinschaftsprojekten haben Klassen, Schüler, SV-Mitglieder und Lehrer der Augustinerschule seit Beginn des Jahres eifrig Geld für die Erdbebenopfer in Haiti gesammelt. Die Summe, die dabei für die Menschen auf der Kriseninsel zusammen kam, ist mehr als beachtlich. Insgesamt 5000 Euro konnte die Schule jetzt an die überkonfessionelle christliche Hilfsorganisation Ora International Deutschland (Korbach) überreichen, die 1981 gegründet wurde. Ora International ist über seine kanadische Schwesterorganisation schon seit 1998 in Haiti tätig und unterstützt regelmäßig drei Waisenhäuser in den Regionen Port-au-Prince, Carrefour und Jacmel. So konnte sofort nach dem Erdbeben ein eigenes Team vor Ort Lebensmittel verteilen und frühzeitig materielle, medizinische sowie psychologische Hilfe leisten.

Ora-Projektleiterin Rebecca Bigge nahm in der vergangenen Woche den Scheck über den, wie sie sagte, »bisher höchsten Spendenbetrag einer Schule« von Schulleiter Eckhard Immig entgegen und erläuterte die geplante Verwendung. Nachdem erst kürzlich der letzte Lastwagen mit Hilfsgütern in die Katastrophenregion geschickt und das unmittelbare Nothilfeprogramm damit abgeschlossen worden sei, plane man, weitere Spendengelder, so auch die Augustinerspende, in langfristige Hilfsaktionen zu investieren.

Die 5000 Euro der Augustinerschüler sollen in ein neues Projekt, die Errichtung eines Day Care Centers in Cyvadier in der Region Jacmel, fließen. Die Kindertagesstätte wird Platz für 172 Kinder bieten, von denen einige bislang privat von einer sozial engagierten Grundschullehrerin unterrichtet und betreut werden. Um die tägliche Ernährung wie auch die medizinische Grundversorgung und weiterführende Schulbildung gewährleisten zu können, werden dringend finanzielle Mittel für Personal, Lehrmaterialien, Lebensmittel, Kleidung und Schuhe benötigt. Langfristig will man den betroffenen Kindern und ihren Familien den Weg aus der Armut in eine hoffnungsvollere, möglichst sichere Zukunft mit besseren Berufsaussichten ermöglichen.

Damit entspricht die Organisation einem der Hauptanliegen der Augustinerschule, für die es von besonderer Wichtigkeit ist, dass das Geld nicht irgendeiner anonymen Großorganisation zufließt, sondern den Kindern in Not direkt zugute kommt. Daher möchte die Augustinerschule das Projekt auch langfristig mitverfolgen und weiterhin mit Ora International in Kontakt bleiben. Geplant sind Links auf der Schulhomepage mit Informationen zu den erzielten Fortschritten des Projekts sowie entsprechende Power-Point-Präsentationen für die Ausgustinerschüler von Vertretern der Hilfsorganisation.

Der Kontakt zu Ora International war durch die persönliche Vermittlung von Augustinerlehrerin Ankica Bonnert zustande gekommen, deren Klasse 6a sich ebenfalls aktiv an der Spendenaktion beteiligt hat.

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