Reinigungskräfte müssen Masken oft selbst zahlen

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Wetteraukreis (pm). Nach Einschätzung der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) stehen einem Großteil der Reinigungskräfte im Wetteraukreis nicht genügend kostenlose Atemschutzmasken zur Verfügung. Immer wieder komme es vor, dass Beschäftigte von Reinigungsfirmen den Mund-Nase-Schutz aus der eigenen Tasche bezahlen müssen. »Es kann nicht sein, dass ausgerechnet die Menschen, bei denen das Einkommen kaum für Miete und Lebensunterhalt reicht, auf den Kosten der beruflich genutzten Masken sitzen bleiben«, lässt Bezirksvorsitzender Karl-Otto Waas mitteilen. Besonders schwer sei es für Teilzeitkräfte und Minijobber. Im Kreis gibt es ca. 1900 Beschäftigte in der Gebäudereinigung.

Die IG BAU Gelnhausen-Friedberg ruft die Reinigungsfirmen in der Region daher dazu auf, umgehend für ausreichend Atemschutzmasken zu sorgen, am besten nach dem FFP2-Standard. »Betroffene berichten davon, dass sie bislang - wenn überhaupt - nur eine einfache OP-Maske kostenlos bekommen. Wenn es nach dem Arbeitgeber geht, soll die dann mehrere Tage halten.«

Aus Sicht der IG BAU muss zudem fürs Tragen der Atemschutzmaske der Erschwerniszuschlag im Rahmentarifvertrag gezahlt werden.

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