Herbert Unger (2. v. l.) wird von seiner Nachfolgerin Cäcilia Reichert-Dietzel verabschiedet. Ihr zur Seite stehen (v. l.) Wilfried Mogk, Adrian Roskoni und Erich Spamer. 	FOTO: PM
+
Herbert Unger (2. v. l.) wird von seiner Nachfolgerin Cäcilia Reichert-Dietzel verabschiedet. Ihr zur Seite stehen (v. l.) Wilfried Mogk, Adrian Roskoni und Erich Spamer. FOTO: PM

Reichert-Dietzel folgt auf Unger

  • vonRedaktion
    schließen

Wetteraukreis (pm). Herbert Unger, Bürgermeister aus Florstadt, ist als langjähriger Sprecher der Bürgermeister-Kreisvereinigung von seiner Kollegin aus Ranstadt, Cäcilia Reichert-Dietzel, abgelöst worden. Sie dankte ihrem Vorgänger für zwölf Jahre Interessenvertretung im Sinne der Wetterauer Kommunen. Herbert Unger habe als »Oberbürgermeister der Wetterau« stets auch unangenehme Themen angesprochen. »Als waschechter Wetterauer und überzeugter Demokrat hast du grundsätzlich die Arbeit verziert mit einer Portion Humor, was uns die Zusammenarbeit angenehm und leicht gemacht hat,« beschrieb ihn Cäcilia Reichert-Dietzel bei den Dankesworten.

Eine offizielle Verabschiedung Ungers soll zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Dann wollen die Bürgermeister auch Niddatals Rathauschef Dr. Bernhard Hertel verabschieden, der Ungers Stellvertreter war und dessen Amtszeit in Niddatal am 30. Juni endet.

Laut Mitteilung votierten die Wetterauer Bürgermeister einstimmig für die neue Führungsriege mit Cäcilia Reichert-Dietzel (SPD) als Sprecherin. Ihr Stellvertreter ist Wöllstadts Bürgermeister Adrian Roskoni (CDU). Nach der neuen Satzung ist ein Wechsel nach zweieinhalb Jahren vorgesehen. Unterstützt werden die beiden von ihren Kollegen Erich Spamer (Büdingen, Freie Wähler) und Wilfried Mogk (Echzell, unabhängig). Alle möglichen Interessen seien damit umfasst, kleinere und größerer Kommunen, die der westlichen und die der östlichen Wetterau. »Dass die Kollegen parteiübergreifend zusammenarbeiten, ist zur Selbstverständlichkeit erwachsen, auch ein Verdienst von Herbert Unger, und zeigt sich im Wahlverfahren, das von Einigkeit geprägt war«, berichtet Reichert-Dietzel. Sie dankte für das »hohe Maß der Kollegialität« und die positive Rückmeldung des Kollegenkreises.

»Trotz der kommunalen Selbstverwaltung ist es in dieser schwierigen Zeit wichtig, dass wir uns im Wetteraukreis immer wieder auch untereinander abstimmen, damit die Bevölkerung nicht verunsichert wird«, betonte die neue Sprecherin. Es gelte in vorderster Linie die Interessen der Menschen gegenüber den Ebenen Landkreis, Land und auch Bund mit starker Stimme zu vertreten. »Wir hier auf der untersten Ebene sind nahe mit den Anliegen der Bürger befasst und haben manchmal andere Erkenntnisse als die übergeordneten Behörden. Da muss man eben deutliche Worte an die Aufsichtsbehörden richten«, machte auch Unger nochmals deutlich.

Die neue Führungsriege hat sich viele Aufgaben vorgenommen, vor allem die fortschreitende Digitalisierung und das große Thema der finanziellen Ausstattung der Gemeinden, vor allem der Kitas - auch unter den veränderten schwierigen Rahmenbedingungen, ausgelöst durch die aktuelle Krise.

Auch die Arbeit der Bürgermeister-Kreisvereinigung, die dem Hessischen Städte und Gemeindebund angeschlossen ist, werde umstrukturiert. Dies sei in einer neuen Satzung abgebildet worden, die als Teamarbeit von verschiedenen Kollegen digital erstellt und nunmehr unterzeichnet worden sei.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare