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Natalie Pawlik (4. v. l.) mit »Bio-Hopper«-Inhaber Uli Hess (7. v. l.) und Vertretern des SPD-Ortsbezirks Ossenheim.

Regionale Lebensmittelversorgung fördern

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Friedberg (pm). Uli Hess, Agraringenieur und Inhaber des Lieferdienstes »Bio-Hopper« für Bio-Lebensmittel, hat kürzlich die SPD-Bundestagskandidatin Natalie Pawlik und Mitglieder der SPD Friedberg-Ossenheim auf seinem Hof im alten Ortskern begrüßt. Aus dem ehemaligen Hofladen heraus, der mittlerweile die Kommissionierung beherbergt, beliefert »Bio-Hopper« bis zu 1500 Kunden in der Woche mit frischem Obst und Gemüse sowie einem großen Sortiment an weiteren Bio-Produkten.

Nachfrage steigt während Corona

»Während Corona stieg die Nachfrage rasant. Wir mussten unsere Logistik mehrfach anpassen, damit wir den Bestellungen gerecht werden konnten«, zeigt sich Hess in einer Pressemitteilung der SPD mit der Entwicklung zufrieden. Mitwachsen musste auch der Mitarbeiterstamm: Hess beschäftigt 13 Festangestellte und 20 Aushilfen.

Beliebt ist laut Pressemitteilung die Bio-Kiste, in der Kunden mit regionalem Obst und Gemüse durch das Jahr geführt werden. Im Onlineportal könne diese individuell zusammengestellt, oder als Überraschungskiste bestellt werden.

Erfolgreich verkauften sich auch eigene Erzeugnisse aus Obst und Gemüse, das nach Feierabend übrig bleibe. Angelika Marx, die vor Corona das Café Pusteblume auf dem Hof betrieben hat, verwertet das übrig gebliebene Obst und Gemüse zu Marmeladen, Ragout und Suppen, die sie in Einmachgläsern verkauft.

»Bio-Hopper leistet einen wichtigen Beitrag für eine regionale und nachhaltige Lebensmittelversorgung in unserer Region. Das vielfältige und kreative Angebot verdeutlicht die Leidenschaft und das Herzblut, das hinter Bio-Hopper steht«, sagt Pawlik.

»Die regionale und nachhaltige Lebensmittelversorgung zu fördern ist ein wichtiger Baustein für den Umweltschutz und stärkt gleichzeitig auch unsere lokale Wirtschaft. Wir sollten nicht abhängig sein von Lieferketten in fernen Gegenden, in denen Anbau- und Arbeitsbedingungen viel schlechter sind«, beschreibt die SPD-Bundestagskandidatin ihre Ziele.

»Damit auch kleinere, regionale Anbieter im Online-Handel bestehen können, müssen wir Rahmenbedingungen schaffen, die für fairen Wettbewerb sorgen. Kooperationen und gemeinsame Plattformen der kleinen Anbieter befürworte ich ausdrücklich«, ergänzt Pawlik in Bezug auf die regionalen Vermarktungsmöglichkeiten.

Der Ossenheimer Ortsvorsteher Peter Haas äußerte sein Bedauern, dass der Hofladen nicht erhalten werden konnte. Aus wirtschaftlicher Sicht sei dies jedoch nachvollziehbar. »Die verschiedenen Veranstaltungen die vor Corona auf dem Hof stattfanden, haben den Ort zusammengebracht«. Haas hofft, dass das abwechslungsreiche Programm bald wieder stattfinden könne.

Zum Abschluss des Besuchs waren sich die Teilnehmenden darüber einig, dass alle politischen Ebenen beim ökologischen Umbau der Landwirtschaft und der Stärkung der Regionalität gefragt seien.

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