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Mit 90 Kilogramm schweren Puppen üben die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks die Rettung eines Verletzten durchs Treppenhaus.

Raus aus der Gefahrenzone

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Friedberg(pm). Vor allem Treppenhäuser können zu einem schwierigen Engpass werden, wenn ein Patient auf einem Hilfsmittel wie einer Krankentrage transportiert werden muss. Das mussten auch die Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) Friedberg im City-Parkhaus feststellen. In dem Gebäude in der Friedberger Innenstadt übten sie im Rahmen eines Ausbildungsabends den Transport von Verletzten. Die Stadtwerke Friedberg und der Bürgermeister Dirk Antkowiak stellten das Parkhaus für die Ausbildung zur Verfügung.

Hier wurden den Kräften eine Vielzahl von Übungsmöglichkeiten geboten. Neben den Engstellen kann auch für den Transport über längere Strecken und über verschiedene Ebenen ausgebildet werden. Das bringt die Helfer nicht selten an ihre Grenzen.

Auch für Erste Hilfe ausgebildet

Retten und Bergen von Personen sind nur zwei der Aufgaben, die eine Einsatzkraft im Technischen Hilfswerks (THW) beherrschen muss. Jedoch ist gerade der Transport von Verletzten eine Herausforderung. Der Betroffene muss möglichst schonend und entsprechend seiner Verletzungen schnell aus dem Gefahrenbereich gebracht werden. Durch die Übung sollen Abläufe verinnerlicht und der Transport trainiert werden.

Bevor ein betroffener aus dem Gefahrenbereich gebracht werden kann, müssen die Helfer eine gewissenhafte Erkundung durchführen. Sind Gefahren vorhanden? Welche Hilfsmittel werden benötigt? Muss der Verletzte versorgt werden? All diese Fragen müssen geklärt werden, um einen erfolgreichen und gefahrlosen Einsatz durchführen zu können. Muss eine verletzte Person zum Beispiel versorgt werden, sind die THW-Helfer auch dafür ausgebildet, Erste Hilfe zu leisten und den Verletzten zu betreuen.

In verschiedenen Szenarien wurden die Einsatzkräfte gefordert und mussten die Kombination aus Erkundung, Versorgung, Transport und Betreuung meistern. Als Verletztendarsteller wurden Übungspuppen mit bis zu 90 Kilogramm Gewicht vorbereitet und mit Hinweisen versehen, welche Verletzung vorliegen. Anhand dieser Informationen wurde das weitere Vorgehen entschieden und Rückmeldung per Funk an die Führungskräfte weitergegeben. Abschließend sprachen die Teilnehmer im Unterrichtsraum über Aufgaben, Handgriffe und Fragen.

Das THW ist eine ehrenamtlich getragene Zivil- und Katastrophenschutzorganisation, die Hilfe leistet bei Naturkatastrophen wie Hochwasser oder Erdbeben, aber auch bei Stromausfällen, nach Gasexplosionen und Bränden oder beim Bau von Notunterkünften.

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