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Mit der App »Actionbound« kann man sein Radfahrwissen im Allgemeinen und bezogen auf Friedberg im Speziellen unter Beweis stellen.

Rad-Problemen virtuell auf der Spur

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Friedberg (pm). Wer oft mit dem Rad in Friedberg unterwegs ist, kennt das Problem: Gute Fahrradwege sind kaum vorhanden, manche enden abrupt oder sind mit vielen Hindernissen versehen, viele Verkehrsführungen sind unklar. Jetzt kann man die Besonderheiten des Radverkehrs in der Kreisstadt auch interaktiv erleben - indem man sich die kostenfreie App »Actionbound« auf sein Smartphone lädt und nach »Radfahren in Friedberg« sucht.

Darauf weisen die Friedberger Grünen in einer Pressemiteilung hin.

»Viele interessante Fragen zum Radverkehr begleiten Sie auf einer kurzweiligen Rundtour, die Sie mitradeln können, an der Sie aber auch von zu Hause aus teilnehmen können«, heißt es darin. An zehn Stationen sei Wissen über Radfahren im Allgemeinen und in Friedberg im Speziellen gefordert - Überraschungen inklusive. Auch ein Einkaufsgutschein werde verlost.

»Friedberg hat in Sachen Radverkehr den Anschluss verloren. Die Stadt muss hier unheimlich viel aufholen, um den Radverkehr endlich attraktiver zu machen«, sagt der Friedberger Jonas Lohse, einer der Autoren der interaktiven Radtour und aktives Mitglied der Verkehrs-AG der Grünen. »Mit dem Quiz wollen wir spielerisch auf diese Probleme aufmerksam machen.« Wann ist ein Radweg benutzungspflichtig? Wie fährt man bei Hindernissen auf dem Radweg oder wenn der Radweg endet? Wer kennt Situationen in Friedberg, in denen man mit dem Fahrrad nicht weiterfahren darf und absteigen muss?

»Die Verkehrs-AG der Friedberger Grünen setzt sich seit Jahren für eine bessere Radpolitik in der Stadt ein. Vielfältige Aktionen, Anträge im Stadtparlament und konkrete Vorschläge für Verbesserungen haben noch nicht zu einem befriedigenden Ergebnis geführt. Parallel zur Aktion ›Stadtradeln‹ fordern wir eine Verbesserung für den Radverkehr mit Neubau von Radwegen und der Aufhebung der Benutzungspflicht von schlechten Radwegen«, schreiben die Grünen. Der Klimaschutz sei nur mit einer Verkehrswende möglich, die eine gute Alternative zum Auto darstelle. Bernd Stiller, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung, fordert: »Der Radverkehr muss besser und sicherer werden, damit mehr Menschen aufs Rad umsteigen und das Auto stehen lassen.«

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