Putzpatenschaft für Mülleimer

  • vonRedaktion
    schließen

Friedberg (pm). Seit der Präsentation des Kaiserstraßen-Films wird Ulf Berger, Inhaber des Geschäfts »Lederwaren Steck«, immer wieder auf sein blaues Lastenfahrrad angesprochen. Wie die WZ berichtete, bekam Berger, wie andere Geschäftsleute auch, großen Zuspruch dank des Films. Aber auch ihn traf die Corona-Krise hart.

Wie Berger bei einem Besuch der Friedberger SPD sagt, musste er sein Geschäft fünf Wochen schließen, schickte seine Beschäftigten in Kurzarbeit und beantragte staatliche Soforthilfe. Die Aufträge hätten nicht entfernt die Einnahmeverluste auffangen können.

Berger, der Vorsitzender der Werbegemeinschaft »Friedberg hat’s« ist, will sich den Sommer aber nicht vermiesen lassen. Werbegemeinschaft und Stadt haben die Aktion »Urlaub zu Hause« ins Leben gerufen. Berger freute sich auch über die Idee der SPD, lokale Händler mit einer Gewinnauslobung zu unterstützen, und über die jüngste Reinigungsaktion der Stabsstelle »Sauberes Friedberg«. Durch solche Aktionen werde die Einkaufsmeile attraktiver. Berger schlägt vor, dass Geschäfts- und Privatleute Patenschaften für Rohrpfosten, Parkscheinautomaten und Mülleimer übernehmen, um sie sauber zu halten. Kritik übte er an der viel zu langsamen Umgestaltung der Kaiserstraße. »Endlich handeln und nicht nur immer wieder reden oder gar nichts tun«, mahnte er an. Eine umgestaltete, attraktivere Hauptachse durch die Stadtmitte würde gewiss als Anziehungsmagnet für Kunden, Touristen und auch Geschäftsleute wirken.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare