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In der Abschlussprüfung der Waldklasse werden Bäume gepflanzt.

Prüfungen gemeistert

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Friedberg (pm). An der Johann-Philipp-Reis-Schule (JPRS) in Friedberg erzielen Jugendliche in der Schulform Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung (BzB) nach einem Jahr den Hauptschulabschluss beziehungsweise den qualifizierten Hauptschulabschluss (inklusive Englisch).

Neben dem Unterricht in den allgemeinbildenden Fächern erwerben die Schülerinnen und Schüler eine zusätzliche fachliche Qualifikation in beruflichen Schwerpunkten.

Der Unterricht in der JPRS wird ergänzt durch ein betriebliches Praktikum, in dem die Jugendlichen einen guten Einblick in die Anforderungen der Arbeitswelt gewinnen. Während des Unterrichts und des Praktikums werden die Schülerinnen und Schüler von BzB-Abteilungsleiter Frederik Weiß, Sozialarbeiterin Daniela Völker und den Klassenleitungen intensiv beraten und betreut.

Metall, Frisur und Kulinarisches

Im Schuljahr 2020/21 absolvierten die BzB-Schülerinnen und -Schüler die theoretischen Prüfungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Außerdem gab es die praktischen Prüfungen in den jeweiligen beruflichen Schwerpunkten. Im Schwerpunkt Metalltechnik stellten die Prüflinge in der Metallwerkstatt eine Winkelschmiege her. Sie maßen, bohrten, stanzten und feilten am Werkstoff Metall, bis am Ende das Prüfungsstück abgabebereit war.

Im Schwerpunkt Ernährung bereiteten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen ein Gericht zu und präsentierten anschließend ihre Koch-Ergebnisse. Prüfungsrelevant waren auch die Gestaltung des Info-Plakates und des angerichteten Tisches. Die Absolventinnen und Absolventen des Schwerpunktes Körperpflege hatten die Prüfungsaufgabe, an einem Trainingskopf eine vorgegebene Föhnfrisur zu gestalten.

Berufsfachschule oder Ausbildung

Die Prüfungswoche endete mit der praktischen Abschlussprüfung der Waldklasse (Schwerpunkt Holztechnik/Waldschule), die in einem von den Prüfern vorbereiteten Waldübungsareal in Steinfurth stattfand. In dem abgesteckten Areal pflanzten die Schüler in gekennzeichneten Reihen Bäume im Abstand von eineinhalb Metern zueinander. Auf die Festigkeit und die Umrandung sowie den Umgang mit den Arbeitsmaterialien gab es entsprechende Punkte.

Nach den erfolgreichen Prüfungen erhielten die Absolventinnen und Absolventen der Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung ihre Zeugnisse für den Hauptschulabschluss beziehungsweise für den qualifizierten Hauptschulabschluss. Während der Verabschiedung wünschten Abteilungsleiter Frederik Weiß, die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer sowie Sozialarbeiterin Daniela Völker den Jugendlichen viel Erfolg in ihrer weiteren Bildungslaufbahn. Auch bedankten sie sich bei den engagierten BzB-Lehrerinnen und -Lehrern, die verständnisvoll und geduldig die Schüler betreut und in zahlreichen Gesprächen die Wichtigkeit eines Abschlusses kommuniziert hatten.

Die Jugendlichen können im Anschluss an der JPRS die Berufsfachschule mit dem Ziel des Realschulabschlusses besuchen oder eine Berufsausbildung beginnen. Für beides haben sie sich erfolgreich in der Schulform BzB an der JPRS qualifiziert.

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