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Online-Projektbesprechung: Prof. Fabian Mink entwickelt effiziente Prüfstände für die elektrische Antriebstechnik.

Prüftechnologie soll effizienter werden

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Friedberg (pm). Elektromotoren brauchen Wechselrichter, die Spannung und Frequenz der Energie aus dem Netz oder aus Batterien umwandeln. Nur so lassen sich Motoren mit veränderbarer Drehzahl ansteuern. Das gilt etwa für Industrieantriebe oder Elektrofahrzeuge. Auch bei der Einspeisung von Energie aus Fotovoltaikmodulen kommen Wechselrichter zum Einsatz.

Für die Prüfung der Geräte verwendet man heute Motorprüfstände. In einem Forschungsvorhaben arbeitet die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) an einer effizienteren Prüftechnologie.

Projektleiter ist Prof. Fabian Mink vom Friedberger Fachbereich Informationstechnik - Elektrotechnik - Mechatronik. Er kooperiert mit Keba Industrial Automation Germany aus Lahnau. Die Partner wollen den Motor im Prüfstand durch einen Emulator ersetzt. Darunter versteht man ein System, das ein anderes nachbildet. Der Emulator übernimmt also die Aufgaben des Motors. Mink sieht darin viele Vorteile: »Eine hohe Energieeffizienz durch nicht vorhandene Energieverluste im Motor, einen geringeren Platzbedarf, Wartungsfreiheit, keine Geräuschentwicklung und Gefahren durch rotierende Teile und eventuell geringere Anschaffungskosten.« Darüber hinaus seien dynamische Tests denkbar, die an mechanischen Prüfständen nicht möglich sind. Dazu gehören mechanische Schwingungen im Antriebsstrang, Kurzschlüsse oder Überlastsituationen.

Bisher ist die Verwendung industrieller Standardkomponenten in Prüfanlagen nicht möglich. Einfach handhabbare Motormodelle fehlen ebenso wie geeignete Auswahlkriterien für die Bestandteile.

Im Projekt sollen Konzepte entwickelt werden, wie sich Motoremulatoren weitgehend unter Verwendung industrieller Komponenten aufbauen lassen. Ziel ist zudem die einfache Inbetriebnahme und intuitive Bedienbarkeit des Prüfstands. Das Projekt läuft ein Jahr und wird vom Land Hessen mit 40 000 Euro gefördert.

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