AfD in Friedberg

Protest gegen AfD-Demo angekündigt

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Der DGB und ein breites Bündnis rufen zur Kundgebung gegen eine AfD-Veranstaltung in Friedberg auf. Am Samstag will die Partei an der Burg demonstrieren - für den Diesel.

"Keine AfD in den Landtag" – unter diesem Motto ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) auf zu einer Gegenkundgebung am Samstag in Friedberg. Treffpunkt ist um 10 Uhr an der Bushaltestelle Burg in der Kaiserstraße 4. Anlass für den Protest ist eine Demonstration und Kundgebung der Partei an der Burg zum Thema Dieselfahrzeuge. Dazu hat die AfD auch Bundesabgeordnete als Redner angekündigt. Der DGB will indes ein Zeichen gegen die Partei sowie gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit setzen.

"Der Rassismus der AfD spaltet die Gesellschaft", heißt es im Aufruf des DGB. Die Partei schüchtere ein, breche politische Tabus und stehe für ein politisch anderes System. Sie habe im Parlament nichts verloren. "Eine Partei, die einen faschistischen Flügel in ihren Reihen duldet, hat breiten Widerstand verdient", schreibt die Gewerkschaft.

Die AfD ruft indes unter dem Motto "Stoppt die Geisterfahrer in Berlin" zur Demonstration mit Kundgebung ab 11 Uhr an der Burg auf. Dieselfahrzeuge und damit verbundene Arbeitsplätze sollten erhalten sowie der Individualverkehr gesichert werden, heißt es im Aufruf. Elektroantriebe bevorzugt zu fördern lehnt die Partei hingegen als "ideologisch" ab. Als Redner sollen AfD-Politiker aus der Wetterau auftreten, darunter Kreissprecher Andreas Lichert, aber auch überregionale Vertreter wie Dirk Spaniel, verkehrspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag, und Jan Nolte, Bundestagsabgeordneter und Landesvorsitzender der Jungen Alternative Hessen.

Parteien und Kirchen engagieren sich gemeinsam

Die Gegenveranstaltung wird von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis unterstützt. Dazu gehören neben der DGB-Jugend und dem DGB Südosthessen unter anderem das Internationale Zentrum Friedberg, Die Linke Wetterau, Jusos Wetterau, Wetterauer Grüne sowie das Evangelische Dekanat Wetterau und die antifaschistische Bildungsinitiative.

Eine Demonstration gegen eine öffentliche Veranstaltung der AfD in Friedberg hatte es zuletzt im April gegeben. Damals trafen sich in der Stadthalle Parteimitglieder und Interessierte, um im Nachgang der Bundestagswahl über AfD-Wähler zu diskutieren. Ihren Unmut darüber zeigten Mitglieder der Linken, der Grünen, der FDP, der "Partei" sowie parteilose Teilnehmer mit Transparenten vor dem Gebäude. Die antifaschistische Bildungsinitiative hatte die Gegendemonstration im Frühjahr angemeldet.

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