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Preisverleihung mit (v. l.) Lars Rasner (Sparkasse Oberhessen), Tanja Nazarenus (Rewe Kaffenberger), Kerstin Bender (Biergarten Mellerhannese), Cornelia Dörr und Oliver Schmidt von der Wirtschaftsförderung Wetterau sowie Hauptgewinner Rinku Sharma mit Tochter Diya von GoKidoGo (vorne).

Platz eins für Müllvermeidung

  • VonHarald Schuchardt
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Friedberg (har). Die Stadtkirche war am Sonntagnachmittag der eher außergewöhnliche Ort einer Preisverleihung für einen Video-Wettbewerb, in dem es um die Attraktivitätssteigerung der Wetterauer Dörfer und Städte gegangen ist. Der Verein Wirtschaft.Regionalentwicklung.Wetterau (WRW) hatte den Wettbewerb »100 Ideen für lebendige Zentren in der Wetterau« ausgeschrieben.

Bewusst war die Preisverleihung im Rahmen der Aktion »Urlaub in Friedberg« in die Nähe der am Sonntag für den Autoverkehr gesperrten Kaiserstraße gelegt worden.

Durch die kurzweilige Preisverleihung führten die Vorstandsmitglieder Cornelia Dörr, Geschäftsführerin der Tourismus-Region Wetterau, und Oliver Schmidt. Unter den Besuchern war auch Friedbergs Bürgermeister Dirk Antkowiak, der in seinem kurzen Grußwort die Idee, einen solchen Wettbewerb »gerade in dieser für den Mittelstand besonders schweren Zeit« auszutragen, als eine »tolle Idee« bezeichnete.

Spannende Präsentation

Der Rathauschef freute sich, dass die Verleihung im Rahmen der Aktion »Urlaub in Friedberg« stattfinde. Antkowiak: »Auch das ist eine Aktion, mit der wir die Stadt attraktiver machen wollen.« Vor der Preisverleihung stellten Schmidt und Dörr den Verein kurz vor und wiesen auf die enge Vernetzung mit der Wirtschaftsförderung Wetterau hin.

»Wir stehen für ein großes regionales Netzwerk«, sagte Dörr, die kurz die Grundidee des Wettbewerbs erläuterte. »Unser Ziel ist es, die Innenstädte und Dorfzentren zu stärken. Die Städte und Dörfer und die handelnden Personen in den Bereichen Kultur, Gastronomie und Einzelhandel sollen voneinander profitieren.«

Spannend gestaltet war die Bekanntgabe der zehn Preisträger. Diese begann mit der Vorführung des Videos, das den zehnten Platz belegt hatte und der anschließenden Übergabe des Preisgelds von 100 Euro. So wurde es immer spannender. Jubeln konnte schließlich der Bad Vilbeler Rinku Sharma, der mit seinem Projekt »GoKidoGo« siegte. Dabei handelt es sich um ein Konzept, das »Essen to go« in Mehrwegboxen anbietet und so Verpackungsmüll vermeidet. Das Besondere an dem Projekt: Es wirken Kinder und Jugendliche mit.

Sharma nahm einen Scheck über 500 Euro in Empfang, während sich die Zweit- und Drittplatzierten jeweils über 250 Euro freuen konnten. Der zweite Platz ging an Kerstin und Wilfried Bender, die in ihrem Heimatort Münzenberg-Trais den Biergarten »Mellerhannese« mit vielen regionalen Produkten betreiben. Bernd Kaffenberger, der im Raum Bad Vilbel sechs Rewe-Märkte betreibt, erreichte mit seinem großen Angebot an regionalen Produkten und engmaschiger Vernetzung mit regionalen Anbietern den dritten Rang.

Die weiteren Platzierungen: 4. Alona Winter (Nidda): Kultur im Einzelhandel, 5. Jochen Lukarsch (Bad Vilbel): Metzgerei mit speziellem Service, 6. Jakob van Bömmel (Friedberg): Juwelier Burck, Alternative Faschingsrede, 7. Jürgen Schreiter (Friedberg): Typisch hessisch, Kreativroom und Events, 8. Andrea und Jens König (Friedberg): König+, Regionale Online-Plattform, 9. Tatjana Radewaldt und Jens-Dörr Radewaldt (Friedberg): Natürlich Kunst Markt im Freien, 10. Annette Kreiling (Bad Vilbel): Frische Küche in Kreilings Sommergarten.

Alle zehn Gewinner erhielten zu ihrem von der Sparkasse Oberhessen gestifteten Preisgeld noch 30 Euro in Form des »Friedberg Zehners«, gestiftet von der Wirtschaftsförderung Wetterau. Die drei Sieger bekamen von der Sparkasse Oberhessen zusätzlich einen Gutschein über je 250 Euro zur Weitergabe an eine gemeinnützige Einrichtung.

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