Pfuhl: NABU nicht für Waschbärjagd

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Friedberg (pm). Auch Frank Uwe Pfuhl, Leiter der NABU-Regionalstelle Wetterau, meldet sich in Sachen Waschbär-bejagung in Friedberg zu Wort. Es entspreche nicht den Tatsachen, dass der NABU Wetterau die von der CDU geforderte Aktion unterstütze. »Genau genommen hat die CDU Friedberg zu keiner Zeit mit dem NABU Wetterau über den Waschbär gesprochen. Hätte ein Gespräch stattgefunden, dann hätten wir keine Empfehlung zur Bejagung abgegeben.«

In der Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag hatte die CDU mitgeteilt, der NABU Wetterau unterstütze eine Bejagung der Waschbären, da diese auch die heimischen Bestände an Kleintieren und Vögeln störten.

Dazu schreibt Pfuhl: »Auch wenn die Verluste an Gelegen - auch sehr seltener Vogelarten - durch den Waschbär nicht von der Hand zu weisen sind, wird es vonseiten des NABU Wetterau keine Empfehlung zur Bejagung geben. Einige örtliche Gruppen des NABU sind da zwar anderer Meinung und äußern dies auch, das ist aber nicht offizielle Verbandsmeinung. Wir sehen den größeren Erfolg in Abwehrmaßnahmen, wie z. B. waschbärsicheren Nistkästen oder der Umzäunung wertvoller Brutgebiete (z. B. bei Reichelsheim/Wetterau so geschehen).«

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