Die CDU-Politiker schauen bei den Ginkgobäumen vorbei, bei denen es sich weder um Laub- noch um Nadelbäume handelt.
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Die CDU-Politiker schauen bei den Ginkgobäumen vorbei, bei denen es sich weder um Laub- noch um Nadelbäume handelt.

Pflanzliche Besonderheit

  • vonred Redaktion
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Friedberg(pm). An der Villiers-sur-Marne-Promenade auf der Seewiese oberhalb des Skiclubheims Richtung Burg stehen drei Bäume (Nr. 38, 39, 40), die auf den ersten Blick Ähnlichkeit mit Laubbäumen haben, in den Katalogen der Baumschulen aber bei den Nadelgehölzen eingeordnet sind. Es handelt sich um Ginkgobäume. Die Ginkgopflanzen existierten schon vor 290 Millionen Jahren und sind weder Laub- noch Nadelgehölz. Bis in die heutige Zeit hat nur eine einzige Art in Asien überlebt: der Ginkgo biloba. Da heute alle anderen der ursprünglich insgesamt 17 Gattungen schon lange ausgestorben sind, gilt der Ginkgo biloba als das älteste "lebende Fossil" in der Pflanzenwelt.

Einer der bekanntesten Ginkgobäume ist der Ginkgo, der bei einem Tempel in Hiroshima steht und der den Atombombenabwurf vom 6. August 1945 überlebte. Friedbergs Bürgermeister Dirk Antkowiak, Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender, Bernd Wagner, Sybille Wodarz-Frank, Günther Weil und Philipp Götz von der Friedberger CDU nahmen den 75. Jahrestag zum Anlass, sich die Ginkgo-bäume auf der Seewiese näher anzuschauen.

Ginkgobäume sind zweihäusig, es gibt also weibliche und männliche Bäume. Auf der Seewiese stehen zwei ausgewachsene männliche und ein weibliches Exemplar von Ginkgo biloba. Die erste Fruchtbildung erfolgt nach etwa 30 bis 40 Jahren. Die reifen Früchte der weiblichen Bäume sehen wie Mirabellen aus. Doch die faulende Fruchthülle verströmt mit ihren Buttersäuren einen ranzigen Geruch. Unverwechselbar sind die fächerförmigen Blätter mit der typischen Einkerbung in der Mitte. Die Artbezeichnung biloba bedeutet zweilappig. Besonders auffällig ist die schöne, strahlend gelbe Herbstfärbung der Blätter.

Der Ginkgo gehört heute zu den sehr häufig gepflanzten Zierbäumen. Die Ursache dafür liegt unter anderem in seiner erstaunlichen Widerstandsfähigkeit in vielerlei Hinsicht. Es gibt keinen spezifischen Schädling für den Ginkgo. Schädigungen durch Insekten sind eher selten. Selbst gegenüber Pilzen zeigt er sich erstaunlich widerstandsfähig. Die außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit gegenüber stärksten Umwelteinflüssen nutzt der Mensch für schwierigste Standortsituationen im innerstädtischen Bereich. FOTO: PM

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