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Pascal Miller zeigt zwei Varianten für Mehrweggeschirr. jw

Pfandsystem: Mehr Geld für Mehrweg

  • Jürgen Wagner
    vonJürgen Wagner
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Friedberg (jw). Die Welt vermüllt, das lässt sich nicht von der Hand weisen. Jeder Deutsche »produziere« pro Jahr rund 230 Kilo Verpackungsmüll, insgesamt kämen so rund 19 Millionen Tonnen pro Jahr zusammen, rechnete Pascal Miller (Grüne) vor. Ein Großteil davon entstehe durch das To-go-Geschäft, auf das die Gastronomie in der Pandemie aber angewiesen sei.

Die Grünen schlagen deshalb vor, die heimische Gastronomie finanziell zu unterstützen: 5000 Euro sollen in einen Fördertopf eingezahlt werden; mit dem Geld können sich Gastwirtschaften und Cafés bei einem Pfandsystem anmelden. Dann kommt der Dönerteller nicht mehr in der Plastikschale nach Hause.

»Gute Idee«, sagte die Erste Stadträtin Marion Götz (SPD); im Rahmen der Aktion »Sauberes Friedberg« sei dies schon vorgesehen gewesen. Götz sagte, sie werde Kontakt zum Rathaus in Bad Nauheim aufnehmen. Die Nachbarstädte könnten ein solches System gemeinsam etablieren (und weitere Kommunen könnten sich anschließen). Friedrich Wilhelm Durchdewald (UWG) sprach von einem guten Ansatz und schlug vor, den Fördertopf auf 10 000 Euro zu erhöhen, um das Pfandsystem bewerben zu können. Der Antrag wurde mit großer Mehrheit in die Ausschüsse verwiesen, wo er abschließend beraten wird. Möglich, dass das Pfandgeschirr noch in diesem Jahr eingeführt wird.

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