sk_Elvis_Samstag_2_16082_4c
+
Die Oldtimerparade führt durch den Rathauspark. Und die Frage muss erlaubt sein, wo Bad Nauheims Bürgermeister Klaus Kreß (Beifahrer) diese Brille ausgegraben hat.

Petticoats, Cadillacs und Rock’n’Roll

  • VonHarald Schuchardt
    schließen

Friedberg (har). Der Rathauspark war am Wochenende das neue Domizil des Elvis-Weekends, zu dem der Elvis-Presley-Verein Bad Nauheim-Friedberg (EPV) mit Unterstützung der Stadt, des Oldies Club Wetterau (OCW) und zahlreicher Sponsoren, bereits zum 13. Mal eingeladen hatte.

Der Umzug vom engen Museumshof in den weitläufigen Park mit seinem alten Baumbestand wurde von den Besuchern ebenso durchweg gelobt wie die familiäre Atmosphäre. »Wir werden wohl hier bleiben«, sagte EPV-Präsident Günter Kiefer.

So war auf dem Parkgelände nun auch genügend Platz für ein halbes Dutzend Verkaufsstände, bei denen die Fans der 50er und 60er Jahre nahezu alles erstehen konnten, was in jener Zeit »in« war - vom Nierentisch und Sammeltassen über Sticker und Schallplatten bis hin zu Petticoats und Hell-Bunny-Kleider, die Regina Konway aus Obertshausen anbot.

Nach den beiden einmal mehr ausgebuchten Fahrten mit dem Oldtimer-Bus durch das ehemalige Kasernengelände am Samstagvormittag eröffnete am frühen Samstagnachmittag die Rock’n’Roll-Band »The Time Bandits«, die Mitglied im Oldies-Club Wetterau (OCW) ist, das musikalische Programm.

Für die sechsköpfige Band mit Elvis-Interpret Kai von Kajdacsy als Frontmann war es erst der zweite Auftritt in diesem Jahr, nachdem die fröhliche Truppe Mitte Juni im Rahmen des EM-Public-Viewings auf dem Gelände der Turngemeinde ihr Comeback nach der langen Zwangspause feiern konnte. »Wir spielen jetzt nur noch in Friedberg«, witzelte Gitarrist Reinhold »Ray« Miller.

Mit den Elvis-Klassikern »That’s allright Mama« und »Blue Moon of Kentucky« eröffnete das Sextett aus dem Rhein-Main-Gebiet sein Programm, bevor Frontmann Kai von Kajdacsy die Besucher begrüßte.

»Es ist so schön, euch alle hier zu sehen«, sagte der in der Wetterau bestens bekannte Elvis-Interpret, der seit neun Jahren Frontmann der Time Bandits ist. In dieser Funktion zeigt er, dass er weit mehr draufhat, als die Songs des King möglichst originalgetreu samt Hüftschwung und der typischen Elvis-Frisur zu interpretieren.

Ob »Ring of Fire« von Johnny Cash oder Bill Healeys »Rock around the clock« bis hin zu den Klassikern von Jerry Lee Lewis, Fats Domino oder Carl Perkins - Sänger und Band überzeugten die Besucher, allen voran Saxofonist Mike Schulz, der beim Klassiker »Peter Gunn« einen seiner zahlreichen Ausflüge mitten unter die Besucher unternahm.

Gefeiert wurde Schulz ebenso wie die Soli von Gitarrist Reinhold Miller, während Armin Gregori am E-Piano besonders bei den Songs von Jerry Lee Lewis sein Können unter Beweis stellte. Schlagzeuger Christoph Schmalz kam bei Temperaturen um 30 Grad ebenso ins Schwitzen wie Mick Volland, der einen groovigen Bass spielte.

Immer dann, wenn von Kajdacsy zur Blues-Harp griff, wurde die Verbindung zwischen Blues und Rock’n’Roll deutlich. Unterbrochen wurde der Auftritt durch die Einfahrt eines Dutzends Militärfahrzeuge, Cadillacs und Chevrolets, die - dank der Initiative von Bürgermeister Dirk Antkowiak -, eine Runde durch den Rathauspark drehten. Später durfte von Kajdacsy dann eine große Elvis-Torte anschneiden, die ein EPV-Mitglied gestiftet hatte. Die Tortenstücke wurden an die Besucher gegen eine Spende verteilt.

Den zweiten Teil des Musikprogramms gestaltete Elvis-Interpret Rami aus Kirtorf mit Band und der Gesangsgruppe »The Celebrations«. Im Lederanzug zelebrierte Rami das Comeback-Konzert des King aus dem Jahre 1968 sowie Teile der legendären Las-Vegas-Show des King.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare