Die Polizisten der Jugendverkehrsschule mit ihren neuen Pedelecs (v. l.): Martin Frank, Anette Horhäuser, Roy Thormann, Jürgen Jakobi, Dirk Weickert und Stefan Rudolf. FOTO: PM
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Die Polizisten der Jugendverkehrsschule mit ihren neuen Pedelecs (v. l.): Martin Frank, Anette Horhäuser, Roy Thormann, Jürgen Jakobi, Dirk Weickert und Stefan Rudolf. FOTO: PM

Pedelecs für Radfahrausbildung

  • vonred Redaktion
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Wetteraukreis(pm). Die Verkehrswacht Wetteraukreis hat den Polizeibeamten der Jugendverkehrsschule sechs neue Pedelecs für deren engagierte Arbeit übergeben. Die Verkehrswacht sei zwar nicht Träger der Radfahrausbildung, aber vielgestaltiger Unterstützer, teilt deren Sprecher Heinz Euler mit. Die Landesverkehrswacht sorge für das notwendige Inventar der Jugendverkehrsschulen, die Kreisverkehrswacht unterstütze die Anschaffung kleiner Dinge, die so unbürokratisch beschafft werden könnten. Gemeinsames Anliegen sei die Fahrradausbildung der Grundschüler als Grundlage für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr ab dem zehnten Lebensjahr. "Aktuell geht es aber um mehr, nämlich um die derzeit richtig Fahrt aufnehmende Verkehrswende hin zu einem nachhaltigen Mobilitätsmix, in dem das Rad eine wesentlichere Bedeutung einnehmen soll", sagt Euler.

Es sei in diesem Jahr gelungen, an wichtigen Stellschrauben für die Zukunft zu drehen. Im Frühjahr habe man mit finanzieller Unterstützung der Sparkassen-Stiftung Parcours-Material für vier Teams anschaffen können, die in den Vorschulgruppen der Wetterauer Kitas Eltern und Kinder auf die Anforderungen der Verkehrsteilnahme per Rad vorbereiten sollen. Die praktischen Übungen fielen jedoch genauso den Corona-Maßnahmen zum Opfer wie auch eine geplante Fortbildung der Grundschullehrer. Im Herbst gelang es laut Euler dann, die Ernst-Ludwig-Schule in Bad Nauheim als Pilotschule "Geschickt und sicher auf dem Rad" in das Projekt der Deutschen Verkehrswacht zu bringen. Die Aufgabe: zehn von der "Unfallforschung der Versicherer" für 10- bis -14-Jährige ausgearbeitete Übungseinheiten erproben. Dafür bekam die Schule Fahrräder und Material zur Verfügung gestellt. Die Erkenntnisse sollen auf Sekundarstufenschulen in ganz Deutschland ausgeweitet werden.

Zur stärkeren Einbeziehung der Eltern in die Übungen ihrer Kinder habe man die Aktion "Mobiles Hessen" des Verkehrsministeriums davon überzeugt, die Finanzierung von sechs Pedelecs zu unterstützen, berichtet Euler. "Bisher ist es so geregelt, dass je ein Elternteil eine Schülergruppe begleitet, die während den Unterrichtseinheiten drei bis fünf der Radfahrausbildung im realen Verkehr fährt. Das soll intensiviert werden." Die drei im Wetteraukreis tätigen Jugendverkehrsschulen erhalten je zwei Pedelecs, die sowohl von Polizeibeamten als auch von Eltern gefahren werden können.

Damit sei man dem Ziel, dass ab der 5. Klasse Kinder den Schulweg mit dem Rad sicher zurücklegen können, ein Stück nähergekommen.

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