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Das Team - (v. l.): Kerstin Curdt, Dorothea Becker, Dunja Margraf, Lucia und Pia Gröninger, Daniela Klotz und Erika Druschba - hofft, dass es trotz der großen Resonanz zum letzten Mal »to-go-Päckchen« gepackt hat. Schließlich wünscht man sich, dass die Pandemie weiter schwindet und dass wieder mehr Normalität einkehrt.

Päckchen, die von Herzen kommen

  • vonHarald Schuchardt
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Friedberg-Ockstadt (har). Das »Päckchen-Team« des Gesangvereins Frohsinn ist längst so etwas wie eine eigene kleine Abteilung innerhalb des Vereins geworden - zumindest vorübergehend. Eigentlich wollten die sechs Frauen mit ihrer ersten Päckchen-Aktion »Weihnachtsmarkt to go« Ende November nur den Ausfall des vorweihnachtlichen Marktes zumindest etwas kompensieren.

Gut 150 Päckchen wurden bestellt

Doch der Lockdown blieb, und so folgte im Februar »Fasching to go« als »Päckchen-Ersatz« für die ausgefallene närrische Saison. »Das wird hoffentlich die letzte Aktion«, sagte Erika Druschba, die die Idee zu der Päckchen-Aktion hatte, damals. Einige Stammbesteller fragten danach, ob es auch »Ostern to go« geben werde. Dem war nicht so, denn »das war uns zu kurz hintereinander«, erläutert Druschba.

Aber die Nachfrage blieb ebenso bestehen wie der Lockdown. So entschloss sich das Sextett, vor Muttertag und Vatertag noch einmal Päckchen mit dem Titel »Frühling to go« anzubieten. Die Resonanz war erneut sehr gut, wurden doch wieder gut 150 Päckchen bestellt. Diese sollen alle am heutigen Freitag und am Samstag - also rechtzeitig vor Muttertag - und Vatertag - verteilt werden.

Auch hier gibt es keine Regel ohne Ausnahme: »Ich schicke drei Päckchen gut verpackt nach Bayern und ein weiteres in den Taunus«, erklärt Dunja Margraf, die die Bestelllisten verwaltet. Ausgeliefert werden dagegen die Tüten an die Besteller im Kirschendorf sowie unter anderem in Friedberg samt Stadtteilen, Bad Nauheim und Stammheim.

Am ersten Maisonntag trafen sich Erika Druschba, Kerstin Curdt, Dorothea Becker, Dunja Margraf, Lucia Gröninger mit Tochter Pia und Daniela Klotz einmal mehr im alten Gemeindehaus, um - coronagerecht - in Schichten die bestellten Päckchen zu packen.

Kochbüchlein ist auch dabei

Was genau in den Tüten, die Druschba erneut aus vielen Seiten der Wetterauer Zeitung gebastelt hat, drin ist, soll eine Überraschung bleiben. Nur soviel verrät Druschba: »Das sind alles Dinge, die man mit dem Frühling in Zusammenhang bringen kann.« Dazu gehört etwas »Kulinarisches« ebenso dazu wie etwas »Flüssiges«, je nach Bestellung mit oder ohne Alkohol. Als besonderes »Schmankerl« befindet sich in jeder Tüte ein kleines Kochbüchlein mit Rezepten, die Vereinsmitglieder dem Päckchen-Team zur Verfügung gestellt haben. »Das sind zum Teil Rezepte, die über Generationen von der Oma an die Mutter und an die Enkel weitergegeben wurden«, erläutert Druschba.

In einem bunt bebilderten Begleitschreiben wird der Inhalt des Päckchens erläutert. »Wir würden jetzt gemeinsam mit euch musizieren, feiern und die Gemeinschaft genießen, doch wir müssen weiterhin durchhalten und auf Abstand gehen«, heißt es in dem Schreiben. Verziert sind die Päckchen mit einer handgefertigten Frühlingskarte, von denen jedes ein Unikat ist, sowie mit einem von Kerstin Curdt und Daniela Klotz aus Butterbrotpapier hergestellten weißen »Blütenkranz«. Trotz der großen Resonanz hofft das ganze Team, dass es nun zum letzten Mal ein »to-go-Päckchen« gepackt hat.

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