Ovag-Vorstände loben Mitarbeiter

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Wetteraukreis (pm). Wie die Ovag mit den aktuellen Herausforderungen umgeht und die Versorgung der Bevölkerung in Corona-Zeiten mit Strom und Trinkwasser sicherstellt, berichten Vorstandsvorsitzender Joachim Arnold und sein Vorstandskollege Oswin Veith

Sehr früh habe das Unternehmen zwei Stäbe gebildet. Zunächst eine montags zusammenkommende Runde, in der ausgewählte Abteilungsleiter den Vorstand über die Lage unterrichten. »Dabei gibt es eine einzige Vorgabe: Diese Runde soll nicht länger als eine halbe Stunde dauern. Diese Vorgabe hat sich bewährt«, sagt Arnold.

Sein Vorstandskollege Oswin Veith ergänzt: »Mit diesen Informationen gehen wir in den erweiterten Führungsstab, dem auch der Betriebsratsvorsitzende angehört und der sich zweimal pro Woche trifft. Hier werden die Entscheidungen für die nächsten Tage getroffen.«

Kunden-Kontakt reduziert

Wichtig sei für die beiden Vorstände, dass jede Entscheidung im Schulterschluss mit den Beteiligten erfolge. Arnold: »Für uns alle war eine derartige Situation Neuland.« Ein Schwerpunkt des Handelns sei die Verbundleitstelle Friedberg. »Hier haben wir sofort eine räumliche und zeitliche Trennung umgesetzt, um einen krankheitsbedingten Ausfall von Kollegen zu vermeiden«, konkretisiert Veith. »Eine Option bei zunehmenden Ausfällen wären längere Schichten gewesen.« Allerdings habe sich aufgrund des vom Unternehmen eingeschlagenen Weges bislang kein Engpass ergeben.

Flankierend habe die Ovag-Gruppe den Kontakt zu Kunden reduziert beziehungsweise momentan eingestellt.

Das betreffe beispielsweise die Inbetriebnahme von Erneuerbare-Energie-Anlagen in bewohnten Objekten und das Ablesen von Stromzählern. Auch der vorgesehene Einbau von »intelligenten Stromzählern« sei vorübergehend ausgesetzt worden. Bei der Behebung von unvorhergesehenen Störungen an der Hauptsicherung benutzen die Kollegen Desinfektionsmittel und Schutzmasken.

Vorübergehend sei der Zugang zur Hauptverwaltung in Friedberg für Kunden gesperrt worden. Über das Servicecenter sei das Unternehmen jedoch in der üblichen Weise zu erreichen, das heißt telefonisch und per E-Mail. Natürlich wurde auch das Betriebsrestaurant, das in der Regel von jedermann besucht werden kann, zunächst einmal für die Öffentlichkeit geschlossen. Wenn die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen wieder aufgehoben seien, können dort auch Nichtbetriebszugehörige wieder essen.

Wie sieht das Vorgehen intern aus? Oswin Veith: »Kurze Dienstwege. Besprechungen über Telefon oder Skype.« Soweit es möglich, angeraten und machbar ist, sind bei uns Kollegen vorübergehend und zeitweise auf mobiles Arbeiten von zu Hause aus umgestiegen. Im Wechsel zwischen dem Büro und dem Arbeiten von zu Hause. Das hat sich bislang bewährt.« Voller Lob sind die Vorstände für die Mitarbeiter: Verantwortungsvoll, diszipliniert, engagiert und zuverlässig gingen diese in dieser außergewöhnlichen Zeit ihrer Arbeit nach.

Es sei sogar gelungen, eine lange geplante nächtliche Notfallübung im Bereich Strom abzuhalten. Das heißt, der für solche Fälle vorgesehene Krisenstab sei an einem Morgen um 4.30 Uhr zusammengetrommelt worden. Die Übung habe tadellos geklappt.

»Es ist also kein Lippenbekenntnis, sondern unsere gelebte Überzeugung: Auch in schwierigen Zeiten setzen wir alles daran, für unsere Kunden zur Verfügung zu stehen und die Versorgungssicherheit über Tag hinaus zu gewährleisten«, sagt Arnold.

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