Renate Breiter liebt den Blick vom Ossemer Wäldchestreff auf Friedberg, Bad Nauheim, in die Wetterau, auf den Taunus und die Frankfurter Skyline. FOTOS: CF
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Renate Breiter liebt den Blick vom Ossemer Wäldchestreff auf Friedberg, Bad Nauheim, in die Wetterau, auf den Taunus und die Frankfurter Skyline. FOTOS: CF

Tolle Aussicht

Der "Ossemer Wäldchestreff" - ein Wetterauer Lieblingsplatz

  • vonChristine Fauerbach
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Die begeisterte Bikerin Renate Breiter liebt den "Ossemer Wäldchestreff" mit Ausblick auf Friedberg und in die Region. Der richtige Ort, um durchzuatmen, nachzudenken und die Natur zu genießen.

Lieblingsplätze hat Weltenbummlerin Renate Breiter viele. Einer von ihnen liegt in der Wetterau. Es ist der "Ossemer Wäldchestreff". Der Ausblick vom Rastplatz am Rande des Ossenheimer Wäldchens begeistert die Seniorin immer wieder aufs Neue.

Entdeckt hat sie das 35 Hektar große Ossenheimer Wäldchen und den idyllisch gelegenen Platz zum Verweilen, Schauen, Durchatmen und Träumen vor 15 Jahren. Damals war sie mit einer Gruppe Radfahrer in der Wetterau unterwegs. Seither kommt sie regelmäßig mit einer Biker-Gruppe oder allein für eine kleine Auszeit zurück.

"Immer, wenn ich hier bin, dann genieße ich die Ruhe sowie den herrlichen Blick auf Friedberg, Bad Nauheim, in die Wetterau, auf den Taunus und die Frankfurter Skyline", sagt sie. Vor allem den "ganz anderen Blick" auf die Kreisstadt schätzt die ehemalige Schulleiterin der Philipp-Dieffenbach-Schule, die 2001 in Pension ging, sehr.

Auch in Karben sportlich aktiv

Zu ihrem Lieblingsplatz kommt die Seniorin immer mit dem Rad. Entweder radelt sie die Strecke komplett oder in Kombination mit der S-Bahn. Renate Breiter ist von klein auf sportlich. Sie ist Mitglied des KSV Klein-Karben und der TG Groß-Karben. Fit hält sie sich mit Rad fahren, Walken, Yoga und Gymnastik. "Ich bin eine begeisterte Radlerin und vor fünf Jahren aufs E-Bike umgestiegen", berichtet das langjährige ADFC-Mitglied.

Im Sommer 2019 beschließt sie, sich zum runden Geburtstag im Juli 2020 ein neues ultraleichtes E-Bike zu schenken. "Jedes Kilogramm Gewicht weniger macht sich in der Handhabung bemerkbar", sagt die 80-Jährige. Wer schon einmal in Bahnhöfen sein Rad hoch- und runter zu einem Bahnsteig geschleppt hat, weiß wovon Renate Breiter spricht. "Die Ossenheimer sind stolz auf ihr Wäldchen, das zum Besitz der Grafen zu Solms-Rödelheim und Assenheim, gehört." Das haben ihr Radfahrer und Spaziergänger in zahlreichen Gesprächen berichtet. Gepflegt wird der schöne Rastplatz mit der fantastischen Aussicht ehrenamtlich von den Mitgliedern des Kultur- und Traditionsvereins Ossenheim.

Historisches Turnerdenkmal

Für gute Luft inmitten der Wetterauer Felder und auf dem Rastplatz sorgen die Bäume des Ossenheimer Wäldchens. "Der Wald ist eine grüne Lunge, in der 13 000 verschiedene Arten leben."

Im Wald befindet sich auch das vom ehemaligen Rektor der Gewerbeschule Friedberg in den 1920er Jahren entworfene Turnerdenkmal des Turngaus Wetterau-Vogelsberg. Das über neun Meter hohe Denkmal aus Basalt-Bruchsteinen ist in Form einer dreieckigen Pyramide (Prisma) gemauert. "An der Einweihung am 17. Mai 1925 nahmen über 600 Turner und mehrere Tausend Besuchern teil."

Die Sportlerin schätzt an ihrem E-Bike, dass sie mit seiner Hilfe große Strecken mit hohem Tempo zurücklegen kann. "Am letzten Sonntag habe ich an einer Hoherodskopftour teilgenommen." Andere Touren führen die Radlerin rund um Frankfurt, in den Rheingau, nach Bad Nauheim, zum Wetterauer Tintenfass, aber auch nach Darmstadt oder in den Aschaffenburger Park. "Meistens starten wir zu einer unserer kombinierten Zug-Rad-Touren am Frankfurter Hauptbahnhof. Die Teilnehmer kommen aus der gesamten Rhein-Main-Region."

Studium an der Universität des 3. Lebensalters

Die gebürtige Magdeburgerin kam als Zehnjährige nach Frankfurt, in die Heimatstadt ihres Vaters. Nach Mittlerer Reife und kaufmännischer Ausbildung machte sie auf dem zweiten Bildungsweg ihr Abitur, studierte Deutsch und Englisch fürs Lehramt.

Nach dem Referendariat in Frankfurt gehörten die Vilbeler Ernst-Reuter-Schule und das Wiesbadener Institut für Lehrerfortbildung, wo sie Rahmenpläne erstellte und Lehrerfortbildungen durchführte, zu ihren beruflichen Stationen, bevor sie Schulleiterin an der Friedberger Grundschule wurde. "Ich mag neue Herausforderungen. Ich habe mich schon früh für Englisch an der Grundschule eingesetzt und in der Schulsozialarbeit der KSS engagiert."

Seit 20 Jahren studiert sie an der Universität des 3. Lebensalters der Goethe-Universität. Belegt hat sie dort Fächer wie fernöstliche Philosophie und Wirtschaftswissenschaften.

Vor vier Jahren zog sie mit 25 Senioren in ein Wohnprojekt mit Gemeinschaftsraum ein, in dem jeder eine eigene Wohnung hat. Der Weg vom Haus zum Niddaradweg ist kurz, was die begeisterte Radlerin schätzt.

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