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Kurz nach 22 Uhr geht’s los – der erste Film des Friedberger Open-Air-Kinosommers startet im Rathauspark.

Open-Air-Kino: Kassenschlager als Erfolgsgarant

Friedberg (cor). Noch 30 Minuten, dann startet der erste Film des Open-Air-Kinos im Friedberger Rathauspark. Zahlreiche Eintrittskarten werden gerade verkauft, die Plätze vor der großen Leinwand sind bereits alle besetzt, schnell werden weitere Stühle herangeschafft – voll ausgebucht.

Am Ende verkündet Kinobetreiber Hans-Albert Wunderer stolz, dass über 200 Besucher da sind. Schon vor Filmbeginn ist somit klar: Der Open-Air-Kinosommer 2015 startet mit einem Erfolg, "Monsieur Claude und seine Töchter" bescheren ein ausverkauftes "Haus".

"Letztes Jahr war es nicht so voll", erinnern sich Gäste. "Da war es aber auch kälter." Am Freitag hingegen hat alles gepasst, das Wetter, die hervorragende Filmauswahl und das kulinarische Angebot. Parallel zum 50. Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Friedberg und Villiers-sur-Marne steht das erste Open-Air-Wochenende unter französischer Flagge. Am Samstag folgt auf den amüsanten Kassenschlager "Monsieur Claude und seine Töchter" der atmosphärische Streifen "Ein Sommer in der Provence" mit Jean Reno. Auch hier verbuchen die Organisatoren eine große Publikumsresonanz.

"Die Idee entstand schon im Februar", sagt Stadtrat Dirk Antkowiak, der als Mitglied des Europaclubs die Gäste bewirtet und für die Städtepartnerschaft wirbt. "Warum nicht mal ein französisches Motto?", hatte Antkowiak seine Verschwisterungskollegin Dorine Fumée gefragt. Die Filme waren schnell gefunden, auch der Betreiber des Friedberger Kino-Centers war nach wenigen Minuten vom Konzept überzeugt.

Los geht es mit einem kurzen Animationsfilm. Die Besucher bekommen einen umfangreichen Eindruck von der französischen Partnerstadt. Drei Minuten lang zeigt sich Villiers-sur-Marne von seinen schönsten Seiten, ehe schließlich der Hauptfilm beginnt.

Teamarbeit

Hinter dem Kinosommer stehen wieder viele tatkräftige Akteure. Gemeinsam mit der Stadt (Fachbereich Soziale Dienste und Jugend) bringen Hans-Albert Wunderer, das Bildungsforum und der Europaclub Friedberg (EFC) das Projekt auf den Weg. Unterstützung gibt es Jahr für Jahr von der Jugendfeuerwehr, die den Besuchern Getränke anbietet und für die passenden Snacks sorgt. Parallel bieten die Mitglieder des ECF landestypische Köstlichkeiten wie Käse, Gebäck und französischen Wein an.

Wie am Stand des EFC deutlich wird, steht beim Europaclub bereits die nächste Generation in den Startlöchern. "Ein tolles Team hat einen tollen Abend auf die Beine gestellt", lobt Thorsten Becker vom Club, der gemeinsam mit der ganzen Familie mit anpackt. An seiner Seite Sabine und Bernd Stiller, die den Abend vorbereitet hatten.

Der ECF nutzt die Einnahmen nicht für seine eigene ehrenamtliche Arbeit, sondern spendet das Geld der Jugendfeuerwehr. Ein besonderer Ansporn für die Jugendlichen, den Kinosommer zu unterstützen. "Wir finanzieren davon den Großteil unserer Sommerfreizeit", erzählt Jugendwart Michael Schlierbach. In diesem Jahr sei ein Zeltlager angesagt. Dem Europaclub sei man dankbar für das Sponsoring. "Durch die Einnahmen hier können wir den Eigenanteil für die Jugendlichen gering halten", freut sich Schlierbach. "Es ist eine komplette Woche in den Sommerferien drin." Beim Kinosommer sei die Jugendfeuerwehr von Anfang an mit dabei gewesen. "Wir sind fester Bestandteil der Veranstaltung." Außerdem bereite die Veranstaltungsreihe jede Menge Spaß.

Mit im Boot ist ebenfalls der Stadtjugendring, der am kommenden Kino-Wochenende für ein Vorprogramm sorgen wird. Auftreten werden am Freitag die Band Arlito’s Way und am Samstag Stage Flakes. Gezeigt werden die Filme "Das Salz der Erde" von Wim Wenders und "Frau Müller muss weg!".

Der Europaclub wird dann wieder am 11. Juli auf dem Elvis-Presley-Platz mit einem Stand vertreten sein und über die Angebote und Aktivitäten des Clubs informieren.

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