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Für den Renner »Catweazle« haben die Veranstalter des Open-Air-Kinos erstmals eine Zusatzvorstellung angesetzt.

Abschluss mit »Catweazle«

Open-Air-Kino Friedberg: Viele Zuschauer, positives Fazit

  • VonHarald Schuchardt
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Mit 1800 Zuschauern wurde beim diesjährigen Open-Air-Kino im Friedberger Rathauspark ein neuer Besucherrekord aufgestellt. Eine Überraschung in Corona-Zeiten.

Eigentlich sollte das 21. Open-Air-Kino im Rathauspark am Donnerstagabend mit der Aufführung von »Catweazle« enden, in dem Kultkomiker Otto in der Titelrolle zu sehen ist. Doch die angebotenen 170 Plätze waren so schnell reserviert, wie noch nie in der langen Geschichte des Friedberger Open-Air-Kinos.

Deshalb entschlossen sich die beiden Kinomacher Jürgen Umsonst, Leiter der Stadtjugendpflege, und Hans-Albert Wunderer, früherer Betreiber des Kino-Centers Friedberg, erstmals eine Zusatzvorstellung anzubieten. Erneut war die Nachfrage groß, dank der aktuellen Corona-Regeln konnten somit noch einmal gut 220 Interessenten am gestrigen Abend den Film im Open-Air-Kino sehen.

Sechs Vorstellungen ausverkauft

»Wir sind richtig zufrieden«, lautete das kurze Fazit von Wunderer. Das verwundert nicht, waren doch sechs der 13 Vorstellungen ausverkauft. Mit insgesamt 1800 Besuchern wurde ein neuer Rekord aufgestellt - trotz der begrenzten Platzzahl und der notwendigen Platzreservierung. »Das hat alles bestens geklappt«, freut sich Umsonst.

Einen weiteren Grund für die sehr gute Resonanz sieht Wunderer in der Vielfalt der gezeigten Filme, die vom Kinder- und Jugendfilm über Komödien und Thriller bis hin zu Musical, Drama und Science Fiction reichte. Hans-Albert Wunderer: »Für jede Altersschicht und jede Fangruppe war etwas dabei.«

Auf das Wetter war in diesem Jahr ebenfalls Verlass. Nur bei der Vorführung von »Weißbier im Blut« begann es nach einer halben Stunde zu regnen. Doch der dichte Blätterwald der Bäume und einige aufgestellte Pavillons boten genügend Schutz, weshalb Besucher bis zum Ende des Films blieben.

Zufrieden sind auch die Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die einmal mehr für das leibliche Wohl der zahlreichen Besucher sorgten und dabei nebenher etliche Spenden für die vom Hochwasser betroffene Feuerwehr in Ahrweiler sammelten. Jürgen Umsonst: »Seit dem ersten Open-Air-Kino 1997 ist die Feuerwehr für uns eine feste Bank.«

Viele Besucher kamen eine gute Stunde vor Filmbeginn, um das musikalische Vorprogramm zu genießen. Neben den »Stammmusikern« Max Noske, Paula Nitsch. Arlitos Way und Nadine Dannehl waren mit Irish-Folk-Musiker Petr Simandl und Singer-Songwriter Tony V zwei Musiker erstmals dabei.

Musiker Tony V begeistert Besucher

Vor allem der Friedberger Tony V. - bekannt auch als Kopf der Rockband »Buried in Smoke« - begeisterte am Dienstag und Mittwoch dieser Woche die Besucher mit seinen intensiv gesungenen Songs und hervorragendem Gitarrenspiel, was am ersten Abend zu Zugaberufen führte. Die Vorführungen begannen meist um kurz vor 22 Uhr - mit einer Ausnahme. Bereits gegen 21.30 Uhr startete Wunderer am Montagabend den vom Stadtjugendring als Kooperationspartner präsentierten Film »Der geheime Garten«, da viele Familien mit jüngeren Kindern gekommen waren. Weitere Kooperationspartner waren einmal mehr der Europa-Club und das Bildungsforum Friedberg.

Einziger kleiner Wermutstropfen: Der aus Friedberg stammende Produzent Benjamin Herrmann wollte seinen Film »Ich bin Dein Mensch« persönlich vorstellen, musste jedoch kurzfristig absagen. »Ich mache gerne noch drei Jahre weiter, aber nur mit Jürgen«, meinte Wunderer abschließend und spielte darauf an, dass Umsonst zum Jahresende in den verdienten Ruhestand gehen wird. »Ich finde die Zusammenarbeit mit Hans-Albert auch ganz toll«, meinte Umsonst lächelnd. Wunderer konterte: »Wir zwei sind halt wie Stadler und Walldorf, die beiden Alten aus der Sesamstraße.«

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