Open-Air mit Flair: Vier Filme, vier Mal Musik

Friedberg (jw). Die Bühne steht schon, Leinwand und Übertragungswagen folgen und das Wetter kann sich bis Freitag ja noch ein wenig austoben. Dann aber sollte es trocken sein, denn am Wochenende startet in Friedberg die Open-Air-Kino-Reihe, nun schon zum zwölften Mal.

Vier Filme werden gezeigt, vier Mal gibt's ein musikalisches Vorprogramm und das unvergleichliche Flair des Rathausparks, in den die Zuschauer sogar die eigene Campingliege mitbringen können. Erster Stadtrat Peter Ziebarth, Stadtjugendpfleger Jürgen Umsonst und Hans-Albert Wunderer, Betreiber des Friedberger Kinocenters, stellte gestern das Programm für die beiden kommenden Wochenenden vor. Los geht's wie immer um 21 Uhr mit dem Vorprogramm, die Filme laufen ab 22 Uhr.

Im letzten Jahr blieb der Rathauspark leer. Die Stadt hatte mit der Eröffnung des Junity genug zu tun, Wunderer stellte seine Technik auf digitales Kino um. "Wir machen das mit Herzblut", sagte Jugenddezernent Ziebarth, also entweder richtig oder gar nicht. Die Fans des Open-Air-Kinos können aufatmen, das neue Programm steht, und zu sehen sind, wie Wunderer sagt, "vier richtig gute Filme für die ganze Familie".

Los geht's am Freitag mit der Komödie "Kokowäh" von und mit Till Schweiger, die Fortsetzung von "Keinohrhasen" und "Zweiohrkühen", die sich wie folgt zusammenfassen lässt: Achtjähriger Dreikäsehoch (Emma Schweiger) rückt Hallodri (Papa Schweiger) den Kopf zurecht. Im Vorprogramm spielt die vierköpfige Band Stage Flakes um Sängerin Nadine Dannehl, die, so Umsonst, "schon zum Equipment gehört". Zigmal trat sie beim Open-Air-Kino auf, ihre neue Band covert Rock- und Popsongs. Am Samstagabend läuft mit "The King's Speech" der Oscar-Film des Jahres schlechthin: bester Film, beste Regie, bestes Originaldrehbuch, bester Hauptdarsteller. Ein Drama, das betroffen macht, aber auch ungemein komische Elemente bietet. Bevor der Film läuft, präsentiert "Ben Dreikandt's Poetry Park" ein ungewöhnliches Projekt: Nach CD-Veröffentlichungen mit Werken von William Butler Yeats und Oscar Wilde hat der Friedberger Dreikandt unter dem Titel "Songs of Travel" Gedichte von Robert Louis Stevenson ("Die Schatzinsel") vertont - Songs über Fernweh, Freiheit und Heimat in einer musikalischen Mixtur aus Country und Bluegrass.

Eine Woche später, am Freitag, 17. Juni, steht ein Mann auf der Bühne, den die Jugendlichen sonst eher auf dem Skateboard treffen: Der Singer/Songwriter Arlo Ibisch, bekannt von vielen Skater-Events, wird sich zusammen mit drei weiteren Musikern auf "Arlito's Way" machen, auf die Spuren von Folkpickings und lebhaften Grooves. Danach folgt ein Film, der wie kein anderer den Titel "echter Western" verdient: In "True Grit" (auf Deutsch etwa: "Echter Mumm") engagiert ein 14-jähriges Mädchen einen versoffenen US-Marshall (Jeff Bridges), um die Ermordung ihres Vaters zu rächen. Ein furioser Neo-Western der Regie-Brüder Joel und Ethan Coen, den man gesehen haben muss.

Den Schluss macht am Samstag, 18. Juni, der Psychothriller "Black Swan" mit Natalie Portman als Tänzerin, die sich Hoffnung auf die Hauptrolle in der Neuauslegung von Tchaikovskys "Schwanensee" macht - die Ballettwelt von ihrer grausamen Seite, eine Promaballerina am Rande des Nervenzusammenbruchs. Das Vorprogamm gestaltet erneut die Sängerin Nadine Dannehl, diesmal solo mit Songs zur Gitarre.

Wie in den Jahren zuvor, sorgt die Jugendfeuerwehr für Getränke und kleine Snacks. Der Rathauspark ist bestuhlt, teilweise sind die Plätze überdacht, eigene Sitzgelegenheiten können mitgebracht werden. Kartenreservierungen unter Tel. 06031/88-263 oder juergen.umsonst@friedberg-hessen.de.

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