Die Band Scaling Five von der Musikschule Friedberg spielt Jazzstandards.	FOTOS: LONI SCHUCHARDT
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Die Band Scaling Five von der Musikschule Friedberg spielt Jazzstandards. FOTOS: LONI SCHUCHARDT

Ohne Gage, aber mit Herzblut

  • vonHarald Schuchardt
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Friedberg (har). »Wir sind wieder da«, verkündete Bürgermeister Dirk Antkowiak, der durch den dritten Fensterzauber führte. Der fand am Montagnachmittag bei idealem Frühsommerwetter zum zweiten Mal im Bereich zwischen Pflegeheim und Wohnbereich des Caritaszentrums St. Bardo an der Seewiese statt.

»Wir sind hier, um Ihnen allen eine vergnügliche Stunde zu bereiten«, sagte das Stadtoberhaupt zu der Seniorenschar, die zum Teil das Geschehen von den Balkonen herab oder direkt im Außenbereich verfolgten. Gekommen waren auch Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender, dessen Ehefrau Friederun, Vorsitzende des Seniorenbeirats der Stadt, und Ortsvorsteher Norbert Simmer.

»Immer wieder geht die Sonne auf«, sang das Duo Manhattan Affair zum Auftakt ihrer Premiere beim Fensterzauber. Sängerin Bettina Skottke und Stefan Bodem (Gitarre, Gesang) trafen mit Klassikern wie »Que Sera«, »Rote Rosen« und »Ein Schöner Tag«, genau den Geschmack der Anwesenden.

Es wurde geschunkelt und mitgesungen. Mit der Zugabe »Rote Lippen soll man küssen« verabschiedete sich das Duo aus Wölfersheim. Während des musikalischen Auftakts waren die vier Kleeblatt-Clowns schon unterwegs, mischten sich unter die Besucher und animierten diese bei den Songs von Manhattan Affair zum Mitsingen.

Das Clown-Quartett, das im Ortenberger Integrationsverein »Your Place« auch mit behinderten Menschen arbeitet, gehört mit seiner Seifenblasen- und Tücher-Show zu Walzermelodien schon zum festen Inventar des Fensterzaubers und wird von der Seniorenschar begeistert gefeiert.

Zum zweiten Mal dabei war die junge fünfköpfige Band »Scaling Five« der Musikschule Friedberg. Mit dem durch Elvis bekannt gewordenen »Fever« eröffnete das Quintett seinen Auftritt, dem eigene Interpretationen von Jazzstandards von Herbie Hancock und anderen Jazzgrößen folgten.

Zum Abschluss des dritten Fensterzaubers konnte Antkowiak noch eine »Überraschung« ankündigen. Einrichtungsleiter Wigbert Dönni gab sein »Einstandskonzert« (Antkowiak) beim Fensterzauber, der einmal mehr von Nicole Schreier, Leiterin der Stadthalle Friedberg, organisiert worden war.

Für die Bewohner des Caritaszentrums war der Auftritt Dönnis jedoch keine allzu große Überraschung, tritt der passionierte Saxofonist, der in mehreren Formationen spielt, immer wieder bei Veranstaltungen des Caritaszentrums auf.

Mit Glenn Millers »String of Pearls« und Variationen des Jazzstandrads »Summertime« begeisterte Dönni, der sich abschließend bei den Organisatoren sowie allen Künstlern, die erneut ohne Gage auftraten, dankte. Dazu gehört auch Daniel Schneider vom Eventservice Bad Vilbel, der bei allen Fensterzauberausgaben für den richtigen Sound sorgte.

Derweil verteilte Clown Hopper mit einem an einer langen Teleskopstange befestigten Korb abstandskonform Süßigkeiten an die Besucher. Sogar bis zum Balkon des ersten Stocks des Pflegeheims reichte die Stange.

Wie Wigbert Dönni mitteilte, können im Caritas-Zentrum St. Bardo wieder neue Bewohner aufgenommen werden. Der »Fensterzauber« soll noch im Juni mit einer vierten Auflage, dann wieder vor dem Erasmus-Alberus Haus der Diakonie in der Hanauer Straße, fortgesetzt werden. Der genaue Termin steht noch nicht fest, sagt Nicole Schreier auf WZ-Nachfrage.

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