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Nicht jeder Schüler freut sich über das Zeugnis. Das hessische Schulamt hat für Fragen zu den Zeugnissen in der vergangenen Woche eine Telefon-Hotline eingerichtet. Doch diese wurde kaum genutzt. SYMBOLFOTO: DPA

Beratungstelefon Zeugnisvergabe

Ohne Fragen in die Ferien: Staatliches Schulamt bietet Beratungs-Hotline

  • VonSophie Mahr
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Ob versetzt oder nicht versetzt, Schüler und Eltern konnten telefonisch Fragen zu den Zeugnissen zu stellen. Diese werden von Psychologen, Pädagogen und Juristen beantwortet.

Ein einziger Anruf. Mehr Fragen hat es beim Beratungstelefon zur Zeugnisvergabe in der vergangenen Woche im Wetterau- und Hochtaunuskreis nicht gegeben. »Die Frage war juristischer Natur und konnte schnell beantwortet werden«, sagt Christine Stanzel vom Staatlichen Schulamt in Bad Vilbel.

Seit mehreren Jahren bietet das hessische Schulamt Eltern und Schülern am letzten Tag vor den Ferien die Möglichkeit, Fragen zu den Zeugnissen zu stellen. So auch in diesem Jahr. Coronabedingt haben die Schulen die Zeugnisse nicht nur am vergangenen Freitag ausgegeben, sondern über die letzte Schulwoche verteilt. Daher war die Telefon-Hotline in der vergangenen Woche Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr verfügbar. Dort konnten pädagogische, schulpsychologische und rechtliche Fragen gestellt werden. Jedoch keine zum neuen Schuljahr.

Warum gab es in dieser Woche nur einen Anruf? »Die Eltern warten nicht auf diese eine Woche. Sie rufen dann an, wenn die Probleme akut sind«, sagt Stanzel. »Wir stehen über das ganze Schuljahr hinweg den Eltern für Fragen zur Verfügung.« Im Laufe des Schuljahres habe es viele Anrufe gegeben.

Schulpsychologische Hotline vom Schulamt eingerichtet

Wegen der Corona-Pandemie hat das Staatliche Schulamt im vergangenen Schuljahr zusätzlich zur normalen Beratung eine schulpsychologische Hotline eingerichtet. »Es gab sehr viele Fragen von Eltern, wie sie mit der Situation und dem Homeschooling gut umgehen können«, sagt Stanzel. Allgemeine Ratschläge fürs Homeschooling lauteten beispielsweise, die gewohnte Tagesstruktur beizubehalten, zeitliche und räumliche Trennung von Lern- und Freizeit, den Schülern sowohl Zeit für sich zu geben, als auch gemeinsame Aktivitäten zu unternehmen sowie Rücksicht aufeinander zu nehmen.

»Wir bekommen eine große Bandbreite an Fragen gestellt«, sagt Stanzel. »Soll ich mein Kind jetzt schon einschulen? Bei einem IQ-Test kam heraus, dass mein Kind hochbegabt ist. Was können wir machen? Mein Kind hat Probleme in Mathematik oder mit der Rechtschreibung. Was kann ich tun?« Dies sind nur einige Fragen, die unabhängig von Corona beim Schulamt des Hochtaunus- und Wetteraukreises eingehen. Es würden auch Ereignisse aus dem Schulalltag geschildert sowie Fragen zu Mobbing gestellt werden.

Fachleute beantworten Fragen

Je nachdem wie die konkrete Frage laute, würde der Mitarbeiter diese direkt beantworten oder sie an einen zuständigen Kollegen weiterleiten. Neben den Mitarbeitern der Schulfachlichen Aufsicht stehen auch Schulpsychologen und Juristen bereit. Die Frage in der vergangenen Woche sei an einen der Juristen des Schulamtes weitergegeben worden.

Meistens stellen Eltern die Fragen. »Bei den Schülerinnen und Schülern sind die Kindernotruftelefone populärer«, sagt Stanzel. Doch auch Schüler können sich an das Schulamt wenden. Falls bei dem einen oder anderen Schüler oder Elternteil doch noch Fragen zu den Zeugnissen aufkommen, können sie das Beratungstelefon in den ersten beiden Wochen nach den Sommerferien wieder anrufen.

Telefonberatung

Allgemeine Beratung Schulamt

Telefon: 0 61 01/5 19 16 00

Beratungstelefon der Schulpsychologie von Montag bis Freitag 9 bis 12 Uhr:

Telefon: 01 75/8 59 61 90

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