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Stellen das Programm der siebten Auflage von »Kunst in Kirchen« vor: Landrat und Kurator, Künstler und Förderer, Sponsoren und Gastgeber in der Altenstädter St.-Andreas-Kirche.

»Ökumenische Erfolgsgeschichte«

  • VonInge Schneider
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Wetteraukreis (im). Am kommenden Freitag, 3. September, wird das Kulturprojekt »Kunst in Kirchen« eröffnet. Die siebte Auflage steht unter dem Motto »Hinschauen« - in Anlehnung an den Ökumenischen Kirchentag, der im Mai unter dem Leitwort »Schaut hin« stattfand.

Dieser Tage haben Landrat und Kurator, Künstler und Projektkreis, Förderer, Sponsoren und Gastgeber in der Altenstädter katholischen Kirchengemeinde St. Andreas über die Planungen informiert. Sowohl Landrat Jan Weckler als auch Dekan Volkhard Guth vom Evangelischen Dekanat Wetterau gingen auf das Motto ein: Hinschauen bedeute nicht nur das bewusste Wahrnehmen von Kunst und deren Bezug zum Kirchenraum. Damit gemeint seien auch die Verantwortung für äußere Zustände und Nöte der Gesellschaft sowie das Achten auf die eigenen Fragen und Sehnsüchte, die über die bloße Alltagsexistenz hinausgingen.

Von Düdelsheim bis Staden

Weckler dankte allen Beteiligten, allen voran Kurator Joachim Albert, der die Reihe »Kunst in Kirchen« seit 2014 gemeinsam mit einer Projektgruppe betreue und zu einer »ökumenischen Erfolgsgeschichte« gemacht habe. »Kunst in Kirchen« besitze nicht nur eine tiefe kulturelle, schöpferische und spirituelle Dimension, sondern lenke den Blick auch auf das Potenzial unserer Region und die Schönheit unserer Kirchen, sagte der Landrat. Diesmal liegt der Schwerpunkt auf der Ost-Wetterau und der Landschaft rund um die Bonifatius-Route.

Kurator Albert stellte anschließend die beteiligten Künstler und Kirchengemeinden vor: »Die evangelische Kirche in Glauberg wird von Malte Lück bespielt. Der Kölner Künstler ist für seine konzeptionell tiefgreifenden Installationen und Performances bekannt, er wird live und im Video mit seinem Projekt ›Erdherzhände‹ anwesend sein.« Die katholische Sankt-Josefs-Kirche in Düdelsheim werde unter dem Motto »Listening to Colours, watching Sound - Den Farben lauschen, den Klang beobachten« monochrome, lichtdurchfluteten Arbeiten von Eberhard Ross zeigen, erläuterte Albert. »Mit Sebastian Scheid als diesjährigem regionalen Repräsentanten für ›Kunst in Kirchen‹ wird ein international renommierter Keramik-Künstler eine Installation in der evangelischen Kirche seiner Heimatgemeinde Düdelsheim realisieren.« Die katholische Kirche St. Andreas in Altenstadt, in der am Freitag, 3. September, 19 Uhr, auch die Eröffnungsveranstaltung stattfindet, wird eine großformatige gemeinsame künstlerische Arbeit in Papier von Verena Freyschmidt und Dorthe Goeden beheimaten.

Sehbehinderte Künstler stellen aus

Besonders ging Albert auch auf den Beitrag der fünf jugendlichen Künstler Arthur Bunke, Marc Weigl, Noah Ronimi, Daniel Reinhardt und John Bohn von der Johann-Peter-Schäfer-Schule Friedberg ein. Sie werden ihr in einjähriger Arbeit entstandenes bewegliches und interaktives Mosaik aus 25 Kästen mit leuchtend bemalten Farbsteinen in der evangelischen Kirche Staden ausstellen. »Die jungen sehbehinderten Künstlern möchten unter dem Projektmotto ›Hinschauen‹ einen ganz besonderen Beitrag zur Wahrnehmung von Menschen mit Handicap und ihren außerordentlichen Fähigkeiten sowie zur Inklusion leisten«, erklärte Albert.

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