Für eine neue Agrarpolitik: Wetterauer Protestler bei der Koblenzer Demonstration. FOTO: PM
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Für eine neue Agrarpolitik: Wetterauer Protestler bei der Koblenzer Demonstration. FOTO: PM

"Ökologische Leistung honorieren"

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Wetteraukreis(pm). Eine kleine Delegation aus der Wetterau war dieser Tage dem Aufruf des Nachhaltigkeitsbündnisses "Wetterau im Wandel" gefolgt und beteiligte sich an einer Demonstration in Koblenz, die unter dem Motto "Agrarwende jetzt - Schluss mit fehlgeleiteten Subventionen - Stärkung der bäuerlichen Landwirtschaft" stand.

Rund 1200 Menschen - teilweise umhüllt von Rauchschwaden aus Imker-Smokern - nahmen an der Kundgebung teil. Für lautstarke Begleitmusik im Protestzug gegen das Höfe- und Insektensterben und gegen eine "fehlgeleitete Agrarpolitik" sorgten Landwirte mit ihren Traktoren.

"Höfesterben, Tierfabriken, Umweltprobleme - die Politik schaut sich die Krisen in der Landwirtschaft seit Jahren tatenlos an und sorgt mit fehlgeleiteten Subventionen sogar noch für ihre Verschärfung", schreibt Dieter Fitsch ("Wetterau im Wandel") in einer Pressemitteilung. Eine radikale Wende in der Agrarpolitik hin zu mehr bäuerlicher und ökologischer Politik sei unumgänglich.

Das Bündnis fordert deshalb ein grundlegendes "Umschwenken der 55 Milliarden Euro schweren Agrarsubventionen" aus Brüssel zur Honorierung von sozialen und ökologischen Leistungen der Landwirtschaft und für eine klimagerechte Agrarwende. "Wir haben Agrarindustrie satt" und "Essen ist politisch", waren immer wieder laut skandierte Forderungen bei der Demonstration für einen Systemwandel in der Landwirtschaftspolitik.

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