Nobel getafelt mit der Oscar-Preisträgerin

Friedberg (ütz/pm). Es war eine attraktive Aktion, die sich die Hallenbadfreunde hatten einfallen lassen: Wer für den Erhalt des Alten Hallenbads spendete, konnte als Hauptpreis ein exklusives Abendessen mit einer bekannten Persönlichkeit einheimsen.

Sie hatten für ihre Idee Sternekoch André Großfeld und die gebürtige Bad Nauheimer Regisseurin und Oscar-Preisträgerin Caroline Link gewinnen können. Und so wurde kürzlich in Großfelds "Gastraum der Sinne" in Dorheim nobel getafelt.

Die eigentlichen Gewinner hatten freilich den Termin wegen einer Urlaubsreise nicht wahrnehmen können. Sie hatten aber der Weitergabe des Preises an den als Ersatz gezogenen Spender zugestimmt. So kamen Fritz Gassig und Lilo Gassig-v. d. Heid, die Inhaber des Bad Nauheimer Hotels "Brunnenhof", in den Genuss, mit dem prominenten Gast aus München in dem Sternerestaurant nobel zu speisen. Weil sie eine Reifenpanne hatte und in mehreren Staus auf der Strecke von München nach Friedberg feststeckte, musste die Führung durch das Alte Hallenbad allerdings ohne Caroline Link stattfinden. Marc Rohde, Geschäftsführer der Theater Altes Hallenbad gGmbH, erzählte ihr später aber beim Essen stolz vom ehemaligen Jugendstiljuwel und berichtete von den seit Erteilung der Baugenehmigung vorgenommenen Arbeiten: Eine Firma hat mit Hilfe einiger Vorstandsmitglieder des Fördervereins den Heizöltank gereinigt und stillgelegt. Schließlich wurde die Anlage, die wegen künftiger Versorgung des Objekts durch Gas keine Verwendung mehr hat, dauerhaft verschlossen.

Als wichtige Vorarbeit für die Abriss- und Umbaumaßnahmen haben der Friedberger Elektromeister Andreas Verdier und sein Mitarbeiter Sebastian den Baustrom-Verteilerkasten im Keller gesetzt und eine Elektroinstallation für Beleuchtung und Baustromversorgung im gesamten Haus angeschlossen. Das Kanal- und Rohrreinigungsunternehmen Andreas Weisbrod half den Hallenbadfreunden mit einer Kamerafahrt durch den Abwasserkanal, um etwaige Beschädigungen und den genauen Verlauf ausfindig zu machen.

Parallel dazu haben die mtp-Architekten aus Frankfurt und Fachplaner ein Konzept für die mögliche provisorische Nutzung der Schwimmhalle für Veranstaltungen mit bis zu 150 Zuschauern erarbeitet. Aus welchen Quellen die Umsetzung finanziert werden kann, ist noch nicht sicher. Aber Rohde hofft, dass im nächsten Sommer erste Veranstaltungen in der Schwimmhalle stattfinden können.

Bei köstlichen Speisen und kurzweiligen Gesprächen über Links kürzlich unter dem Arbeitstitel "Exit Marrakech" abgedrehten Film, ihre Jugend in der Wetterau und viele andere Themen klang der stressige Tag der Regisseurin in Friedberg gemütlich aus.

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