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Von 2023 an sollen hier die Architektenpläne realisiert werden. Vorher haben sich an der Johannes-Vatter-Schule (v. l.) Mathias Bax, Detlev Knoll (beide LWV), Schulleiter Bernhard Hohl, Dieter Schütz (LWV), Landtagsvizepräsident Jörg-Uwe Hahn und Nicole Dembowski (Verwaltung der mittelhessischen Förderschulen) getroffen.

Neuer Glanz mit großen Schritten

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Friedberg (pm). Der geplante Neubau zweier Gebäude an der Johannes-Vatter-Schule und die damit verbundene Neugliederung der gesamten Schulanlage sind das Thema eines Gesprächs gewesen. Dazu hat Dieter Schütz, der für Schulen zuständige Beigeordnete des Landeswohlfahrtsverbandes (LWV) Hessen, Dr. Jörg-Uwe Hahn, Vizepräsident des Landtags, in der Schule begrüßt.

Realisiert werden sollen die Pläne des Architektenbüros wittfoht architekten bda aus Stuttgart, die den im Mai vom LWV ausgelobten Architektenwettbewerb gewonnen hatten, wie es in einer Pressemitteilung des LWV heißt. »Die Aufgabe, den Schulraum baulich neu zu strukturieren und einen modernen Schulstandort zu schaffen, hat dieser Entwurf hervorragend gelöst«, betont Schütz. Noch in diesem Jahr sollen der Auftrag erteilt und gemeinsam mit den Architekten die vorliegenden Entwürfe konkretisiert werden.

Neue Sporthalle ebenfalls geplant

Derzeit seien die Teams aus Schule und Frühförderung in 15 verschiedenen Gebäuden mit unterschiedlichstem Sanierungsbedarf auf einem 70 000 Quadratmeter großen Areal untergebracht, erläutert der LWV. »Einige werden nicht mehr genutzt, weil sie sanierungsbedürftig sind. Fünf Gebäude sollen für den Schulneubau abgerissen werden, ein weiteres wurde bereits für einen Neubau von Vitos Teilhabe abgerissen«, ist in der Pressemitteilung weiter zu lesen. Für die nun geplante Modernisierung und Ausweitung der Ganztagsbeschulung sei ein umfangreiches Sanierungs- und Neubauprogramm aufgelegt und beschlossen worden, um die Gebäude sowohl aktuelleren pädagogischen als auch baufachlichen Anforderungen anzupassen. Neben langfristig zu erhaltenden Gebäuden sollen Neubauten für Grundstufe und Vorklassen, Schulleitungs- und Verwaltungsräume und ein Internat mit 18 Plätzen in Ein- und Zweibettzimmern entstehen. Eine neue Sporthalle ist perspektivisch geplant. Ab 2023 sollen die Architektenpläne umgesetzt werden. Nach ihrem Entwurf wird das Schulareal von einem Zentrum, umrahmt von einer Baumreihe, als grüne Mitte geprägt sein. Baumreihen markieren die Wege, leiten zu den Haupteingängen der Gebäude.

Kostenschätzung: 12,5 Millionen Euro

Die beiden zweigeschossigen Neubauten und später die Sporthalle sollen ein Ensemble bilden, das durch Blick- und Wegebeziehungen miteinander verbunden ist. Für das neue Schulgebäude sind offene Strukturen über jeweils zwei Geschosse vorgesehen. Klassenräume werden sich beispielsweise zu unterschiedlichen Größen teilen oder zusammenschließen lassen.

Schätzungen gehen laut LWV von Kosten in Höhe von rund 10 Millionen Euro aus, zusätzlich seien für Abbruch- und Erschließungsarbeiten rund 2,5 Millionen Euro erforderlich. »Die vorgestellten Pläne sind überzeugend, durchdacht und auf die Bedürfnisse der Schule zugeschnitten. Beste Bildungsmöglichkeiten muss es auch für Menschen mit besonderem Förderbedarf geben, der Neubau wird den Förderort Johannes-Vatter-Schule ausgezeichnet voranbringen«, lobte Hahn.

Die Johannes-Vatter-Schule ist eine LWV-Schule mit dem Förderschwerpunkt Hören, zu der eine Interdisziplinäre Frühberatungsstelle und ein überregionales Beratungs- und Förderzentrum zählen. Die Schule bietet derzeit an drei Tagen in der Woche ein Ganztagsangebot. Ein Ausbau zur gebundenen Ganztagsschule mit Mensabetrieb an fünf Schultagen ist geplant. Derzeit werden etwa 175 Schüler an der Schule vom Grundschulalter bis zur Berufsschule unterrichtet. Außerdem gibt es ein Internat.

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