Blitzer

Neuer Blitzer in Friedberg in Betrieb

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Wer in Frieberg zu schnell fährt, muss mit einem Foto und einer Geldstrafe rechnen: Eine neue Radarfalle ist seit Freitag scharf gestellt. Das Blitzgerät ist farblich getarnt und misst bis 300 km/h.

Frage in die Runde: Wer von den Anwesenden wurde noch nie geblitzt? Ordnungsamtsleiter, Ordnungspolizisten und die Mitarbeiter der Firma VDS Verkehrstechnik gucken amüsiert, keiner hebt die Hand. Nur die Erste Stadträtin Marion Götz (SPD) kann das von sich behaupten. Kunststück, sie hat kein Auto, fährt Rad. Alle anderen Verkehrsteilnehmer sollten ab sofort in der Homburger Straße aufs Bremspedal treten. Das neue Blitzgerät ist am Freitag scharf geschaltet worden.

Anlage erfasst bis zu 300 km/h

2018 hatte der alte Blitzer ausgedient. Das neue Gerät im hellgrauen Design, farblich abgestimmt auf die Häuser im Hintergrund (es gibt auch grüne Radarfallen, falls dahinter Büsche stehen), misst mit Lasertechnik, ob ein Fahrzeug mehr als 50 km/h fährt. Zehn km/h zu viel kosten 15 Euro, ab elf sind es 25. Die Anlage erfasst bis zu 300 km/h. Laut Ordnungsamtsleiter Jürgen Schlerf liegt der "Rekord" der alten Anlage bei 160.

Wie Hannes W. Gelenk von der Geschäftsleitung von VDS sagt, wurde die Anlage in der vergangenen Woche geeicht. Der Laser wurde auf 25 Grad eingestellt, ein Messpunkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurde bestimmt. Die Fotos müssen gerichtsfest sein, sagt Götz. Schlerf bestätigt das: "Wenn der Fahrer so schnell war, dass es um den Führerscheinentzug geht, fragen die Anwälte nach. Wir haben aber noch nie ein Verfahren verloren." Das Ordnungsamt kommt den Verkehrssündern aber durchaus entgegen, etwa dann, wenn neben dem Fahrer dessen Freundin saß und der Wunsch geäußert wird, die Stadt möge das Beweisfoto doch bitte an die Büroadresse schicken.

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