Mit den 75 Neuinfektionen liegt die Inzidenz im Kreis jetzt bei knapp 60. FOTO: DPA/GRAFIK: PRW
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Mit den 75 Neuinfektionen liegt die Inzidenz im Kreis jetzt bei knapp 60. FOTO: DPA/GRAFIK: PRW

75 neue Infektionen

  • vonred Redaktion
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Wetteraukreis(prw) Die Zahl der seit Beginn der Pandemie nachgewiesenen Fälle von Corona-Infektionen im Wetteraukreis lag am gestrigen Montag bei 1035. Das sind 75 mehr als am vergangenen Freitag. Dies teilt die Kreisverwaltung mit.

Die Neuinfektionen wurden gemeldet aus Altenstadt (4), Bad Nauheim (7), Bad Vilbel (14), Büdingen (8), Butzbach (3), Echzell (1), Friedberg (9), Karben (11), Münzenberg (1), Nidda (5), Ortenberg (2), Ranstadt (2), Rockenberg (1), Rosbach (4), Wölfersheim (2) und Wöllstadt (1).

Die Zahl der nach der Infektion genesenen Menschen liegt laut Kreis bei 632, sechs mehr als am vergangenen Freitag. Die Genesenen kommen aus Bad Vilbel (1), Büdingen (1), Butzbach (1), Friedberg (1), Münzenberg (1) und Ober Mörlen (1).

In stationärer Behandlung aufgrund der Corona-Infektion befanden sich am gestrigen Montag 33 Menschen (15). Sieben Personen (vier) werden intensivmedizinisch behandelt. Bislang sind mit der Corona-Infektion 15 Menschen im Wetteraukreis gestorben (15).

"Zieht man von der Gesamtzahl der Infizierten die Zahl der aus der Quarantäne entlassenen Menschen und die an oder mit Covid-19 Verstorbenen ab, gibt es aktuell im Wetteraukreis 388 mit Corona infizierte Menschen. Sie befinden sich alle in häuslicher oder klinischer Quarantäne, so die Kreisverwaltung.

Amt-Mitarbeiter werden beleidigt

Wie es aus dem Gesundheitsamt heißt, sind nun wieder vermehrt die sogenannten vulnerablen (besonders verletztbaren) Gruppen von der Infektion betroffen. "Deshalb haben wir auch eine Verdopplung der Überweisungen in die Krankenhäuser zu verzeichnen. Weil ältere oder vorerkrankte Menschen mit der Infektion oft einen schwereren Verlauf haben, müssen diese Personen besonders geschützt werden", fordert Landrat Jan Weckler die Solidarität aller ein.

Mittlerweile wenden sich auch Menschen an die Kreisverwaltung, um gegen Einschränkungen und ausgeweitete Maskenpflichten zu demonstrieren. "Dabei werden auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes beleidigt. Das ist völlig inakzeptabel. Wir erleben täglich unzählige Forderungen von ganz unterschiedlichen Seiten. Die einen wollen die sofortige Schließung von Schulen und öffentlichen Einrichtungen, um die Ausbreitung des Virus zu vermindern. Andere sehen die Gesundheit ihrer Kinder und ihrer eigenen gefährdet, weil die Pflicht zum Tragen der Mund-Nase-Bedeckung ausgeweitet wird", sagte Landrat Jan Weckler. Er erinnerte daran, dass diese Entscheidungen keine Erfindung des Gesundheitsamtes seien, sondern Vorgaben, die von Bund und Land kommen und dem Schutz der Bevölkerung dienen.

Neuartige Reaktion auf Verdachtsfälle

Das Hessische Landesprüfungs- und Untersuchungsamt HLPUG meldet für den Wetter-aukreis eine amtliche Inzidenz von 59,7. "Wir haben jetzt die Schwelle von 50 Neuinfektionen binnen sieben Tagen überschritten. Damit werden weitere Einschränkungen nötig, um die Ausbreitung der Pandemie zu verlangsamen. Das ist aber nur möglich, wenn alle mithelfen dieses Ziel zu erreichen", appelliert Landrat Weckler.

Mit dem Überschreiten der Inzidenz von 50 tritt ab dem heutigen Dienstag, 27. Oktober, eine weitere Allgemeinverfügung in Kraft, die an die erste Allgemeinverfügung vom 20. Oktober anknüpft.

Unterdessen zeigt sich an einem Corona-Fall am Georg-Büchner-Gymnasium in Bad Vilbel, dass das Wetterauer Gesundheitsamt anders auf Verdachtsfälle reagiert als noch vor wenigen Monaten. Nach einem positiven Test eines Oberstufenschülers wird nicht dessen gesamte Jahrgangsstufe 12 in Quarantäne geschickt, sondern nur die direkten Sitznachbarn und enge Kontakte (etwa jene mit mindestens 15 Minuten Gesichtskontakt). Sieben Schüler habe man als relevante Kontaktpersonen eingestuft, teilt ein Sprecher mit. "Der Betroffene konnte uns glaubhaft seine Kontakte schildern." Die knapp 110 Mitschüler aus den jeweiligen Kursen dürfen also weiter in den Unterricht. Eine "Pauschal-Quarantäne" für ganze Gruppen habe in der Vergangenheit "keine relevanten Ergebnisse gezeigt", sagt der Sprecher. Ende August wurden knapp 140 Schüler der Jahrgangsstufe 11 der Augustinerschule Friedberg für 14 Tage nach Hause geschickt, nachdem ein Schüler positiv getestet worden war. Nach einem Reihentest war aber keine weitere Infektion zu verzeichnen gewesen.

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