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Im Gottesdienst begrüßen Kerstin Tenholte (l.), Dekan Volkhard Guth (l.) und Uwe Wagner-Schwalbe (r.) die Mitarbeiterinnen (v. l.): Sophie Reinhard (Praktikantin), Jenny Tokarski (Rosbach; Projektstelle Junge Kirche Wetterau), Julia Krombacher (Bad Vilbel), Ann-Kathrin Füllgrabe (Café Kanne im Haus Degerfeld Butzbach), Tine Hölzinger (Friedberg) und Mareike Euser (Wetterau Ost).

Neuausrichtung unter Finanzdruck

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Wetteraukreis (alh). Es war die elfte und vorerst letzte Zusammenkunft in dieser Besetzung: Mit der Herbstsynode des evangelischen Dekanats Wetterau am Samstag im Bürgerhaus Nieder-Florstadt endet die sechsjährige Amtszeit der Synodalen. Mit den Themen »Haushalt 2022« und dem landeskirchlichen Zukunftsprozess »ekhn2030« standen bei der pandemiekonformen Tagung dennoch wichtige Themen auf der Tagesordnung.

Im Februar 2022 ist die neue Synode, die sich aus Ehrenamtlichen, Pfarrerinnen und Pfarrern und weiteren Berufenen zusammensetzt, gefragt, um unter anderem den Dekanatssynodalvorstand neu zu wählen. Ebenso endet mit dieser Wahlperiode die Zeit für Kerstin Tenholte und Uwe Wagner-Schwalbe als stellvertretende Dekane. Mit anhaltendem Applaus ging ein großer Dank an Präses Tobias Utter, der stets zielgerichtet und bodenständig aber gleichzeitig mit viel Humor durch die Sitzungen geführt habe.

Tief greifende Veränderungen

Zu Tagungsbeginn hatten Dekan Volkhard Guth, Präses Tobias Utter und die beiden stellvertretenden Dekane bei einem Gottesdienst die neuen Gemeindepädagoginnen im Dekanat begrüßt und vorgestellt: Jenny Tokarski (Rosbach; Projektstelle Junge Kirche Wetterau), Julia Krombacher (Bad Vilbel), Ann-Kathrin Füllgrabe (Café Kanne im Haus Degerfeld Butzbach), Tine Hölzinger (Friedberg) und Mareike Euser (Wetterau Ost) sowie Sophie Reinhard, Praktikantin im Jugendbüro.

Am Vormittag lag der Fokus auf dem Thema »ekhn2030«, dem Transformationsprozess der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Mit dem seit 2019 laufenden Projekt will die Landeskirche tief greifenden gesellschaftlichen Veränderungen und knapper werdenden Ressourcen begegnen.

Es geht dabei zum einen um eine Ausgabensenkung aufgrund sinkender Kirchensteuereinnahmen, aber auch um Menschen, die Kirche gestalten und Räume, in denen Kirche stattfindet. Einen Einblick in den Veränderungsprozess gaben Propst Matthias Schmidt sowie Dr. Sabine Winkelmann und Dr. Melanie Beiner aus der Kirchenverwaltung. Die EKHN will 2030 eine offene, mitglieder- und gemeinwesenorientierte Kirche sein. Gleichzeitig ist es ihr Anspruch, eine öffentliche Kirche zu sein, nah und in vielfältiger Weise bei den Menschen zu bleiben und sie miteinander zu verbinden. Denn, so erläuterte Dr. Winkelmann, schon jetzt und auch in den kommenden Jahren stehen die Zahl der Ruhestandsversetzungen und die Zahl der Neueinstellungen in großer Diskrepanz. »Es kommen weniger junge Pfarrer/innen nach, als in den Ruhestand gehen.« Es gelte jetzt zu überlegen, so Propst Schmidt: »Was wollen wir bewahren, was neu säen und was vielleicht auch sein lassen?«

Großes lob für die Ehrenamtlichen

Die anschließende Diskussion, bei der die Synodalen ihre Erfahrungen und Anliegen aus den Kirchengemeinden schilderten und Fragen zum Veränderungsprozess »ekhn2030« an die Referenten stellen konnten, wurde von Dr. Steffen Bauer, dem Leiter der Ehrenamtsakademie der EKHN, moderiert. Die Dekanatssynode stimmte mit großer Mehrheit zwei Anträgen zu, die an die Synode der Landeskirche gegeben werden sollen. Der erste weißt auf die Wahrung der Rolle der Dekanate im Prozess »ekhn2030« hin, der andere betrifft die Mindestgröße der Verkündigungsteams bei der Bildung von Nachbarschaftsräumen.

Dekan Volkhard Guth dankte in seinem Bericht den Haupt- und Ehrenamtlichen für ihren unermüdlichen Einsatz in den Gemeinden. Er lobte das vielfältige Veranstaltungsprogramm unter Corona-Bedingungen im Geistlichen Zentrum der Johanniter in Nieder-Weisel. Auch dem Team der Evangelischen Familienbildung Wetterau, das durch die Corona-Pandemie, personelle Engpässe und eine unsichere Raumsituation vor Herausforderungen steht, gebühre »großes Lob und Dank für all das was geleistet wurde und wird, um in diesen widrigen Zeiten die Arbeit am Laufen zu halten und auszubauen«. Ebenso wie allen Mitarbeitenden im Bereich der Kindertagesstätten. Sie seien durch die Corona-Pandemie ebenfalls außergewöhnlichen Belastungen ausgesetzt.

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